Airlines protestieren gegen Emissionshandel

In der Luftfahrt gibt es seit Beginn dieses Jahres einige Änderungen. Um den übermäßigen Ausstoß an Kohlendioxid zu verhindern, müssen alle Fluggesellschaften, die in Europa starten oder landen, genügend Emissionsrechte besitzen. Diese bekommen die Airlines zu 85 Prozent von den EU-Staaten, doch der Rest muss über die Börse gekauft werden.

Besonders die USA und China sind mit dem so genannten Emissionshandel allerdings gar nicht einverstanden, was jetzt auch die europäischen Fluggesellschaften heftig zu spüren bekommen. Die außereuropäischen Länder sehen nicht ein, warum auch ihre Fluglinien in das Handelssystem einbezogen werden müssen. Darunter leiden die Flugzeugbauer Airbus, die Gesellschaften Lufthansa, Air Berlin, Air France, British Airways und andere. Diese haben sich nun zusammengeschlossen und beklagen sich mit Hilfe eines Briefes, der an die europäischen Regierungschefs geschickt wurde, über die untragbare Bedrohung für ihre Geschäfte.

Wichtige Handelspartner aus Ländern wie China seien den Unternehmen bereits abhanden gekommen. Die chinesische Regierung, die bisher ein guter Kunde von Airbus gewesen war, habe bereits Bestellungen im Wert von rund 12 Milliarden Dollar auf Eis gelegt. Durch einen solchen Wandel und den Verlust derart guter Kunden könnten auch viele tausend Arbeitsplätze hier in Europa auf dem Spiel stehen, nicht nur bei den betroffenen Firmen direkt, sondern auch bei deren Zulieferern.

Zudem lasten die höheren Kosten und Umsatzverluste auf den Unternehmen. Länder wie Russland und Indien kündigten bereits zusätzliche Überfluggebühren an oder drohten, die Verkehrsrechte allgemein nicht zu verlängern. Die europäischen Airlines und Flugzeughersteller bitten nun die europäischen Regierungen inständig darum, die Sanktionen zu überdenken. Der Punkt der Emissionsreduzierung scheint hier für den Moment total in den Hintergrund gerückt zu sein.

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