Aktuelles zur Energiewende

Bis zum Jahr 2020 müsste der Anteil an Energie aus Solarenergie und Windkraft aus fünfunddreißig Prozent bestehen, um die Ziele der Energiewende zu erfüllen. Angela Merkel möchte den Strombedarf von Industrie und Privathaushalten in Zukunft rohstoffsparend und umweltfreundlich decken. Die Kanzlerin hatte bisher eine verfrühte Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland hinausgezögert, seit dem Unfall in Fukushima hat sich das geändert. Ein Zitat von Tim Schröder: „Der Strom hat seine große Zukunft noch vor sich. Er wird sich weltweit zum wichtigsten Energieträger entwickeln, mit dem sich kräftig Energie sparen lässt.“ Autos werden in Zukunft mit Strom fahren, der Benzinmotor hat bald ausgedient. Leider wird der Strom momentan noch aus Kohle, Gas oder Öl gewonnen. Wie lässt sich der Ausstoß des Treibhausgases verringern?

Am einfachsten geht es dadurch, dass der Stromverbrauch reduziert wird, also durch Energieeinsparungen. Veraltete technische Geräte und Maschinen verbrauchen viel zu viel Strom. Die Firma Siemens ist dabei Kohlekraftwerke mit Anlagen zur Kohlendioxid-Abscheidung auszustatten. Das übrige Kohlendioxid wird in ehemalige Erdgas-Lagerstätten in den Boden gepresst und gespeichert. Dieses Verfahren nennt sich Carbon Capture and Storage. Dies ist in Deutschland ebenso wie das Fracking bei der Bevölkerung umstritten. In China und den USA werden diese Techniken schon längst angewandt. Ein Chemiewerk in unmittelbarer Nachbarschaft vom Kohlekraftwerk kann so zum Beispiel die Kohlevergasung zur Gewinnung chemischer Stoffe nutzen und Kohlenstoff armes Brenngas an das Kraftwerk liefern. Ebenso würde sich dieses Verfahren in Stahl- und Zementwerken anbieten, die am meisten Energie verbrauchen. Die Idee mit Strom Wasserstoff zu produzieren ist nicht neu. Der Wasserstoff kann in das bestehende Erdgasnetz gelangen und bei Bedarf dann von den Gaskraftwerken verbrannt werden. Das Erdgas lässt sich einfach mit bis zu zehn Prozent Wasserstoff mischen. Hierbei ist das Problem der Schwankungen in der Stromproduktion, wie es sie bei Solar- und Windkraft gibt, aufgehoben. So lässt sich der Ausstoß von Kohlendioxid verringern.

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