AKW Brunsbüttel kurz vor dem Rückbau

Das Ende der Atomkraft in Deutschland rückt näher. Nun wurde durch den Energiekonzern Vattenfall ein Antrag auf die Stilllegung und den Abbau des Atomkraftwerks Brunsbüttel an das Energiewendeministerium in Kiel gestellt. Damit könnte der Rückbau und somit das endgültige Abreißen eines der größten norddeutschen Kraftwerke nicht mehr lange hin sein.

Der Atommeiler an der Elbmündung in Schleswig-Holstein ist bereits im vergangenen Jahr stillgelegt worden und befindet sich mittlerweile in der so genannten Nachbetriebsphase.

Der Antrag ist gestellt, doch bis wann es genau dauern wird, bis man von dem alten AKW nichts mehr sehen kann, steht noch nicht fest. Eine der dringenden Voraussetzungen für den Rückbau ist die baldige Fertigstellung des Endlagers Schacht Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in der Nähe von Salzgitter in Niedersachsen, so eine Vattenfall Sprecherin.

Das Endlager soll eigentlich bis zum Jahr 2019 fertiggestellt werden, in letzter Zeit wurden jedoch Zweifel laut, ob dieser Termin eingehalten werden kann. Vattenfall würde den Antrag zum Rückbau des AKW Brunsbüttel gegebenenfalls zurückziehen, sollte das Endlager doch nicht zur Verfügung stehen.

Noch müssen die hochradioaktiven Brennelemente jedenfalls für mindestens fünf Jahre im Abklingbecken verbleiben. Wenn danach der Rückbau begonnen wird, ist es also relativ sicher, dass ein Endlager zur Verfügung stehen wird.

Möglich wäre auch, den radioaktiven Müll einzuschließen und die Anlage zu versiegeln, bis die Radioaktivität abgeklungen ist und das Kraftwerk abgebaut werden kann. Wie es aussieht, hat Vattenfall sich jedoch für die Variante eines schnelleren Rückbaus entschieden, was den Mitarbeitern des AKW zumindest noch für einige Jahre ihre Arbeitsplätze sichern könnte.

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