Altmaier fordert mehr Struktur im Ausbau der erneuerbaren Energien

Die Koalitionsverhandlungen von SPD und Union erreichen in Berlin nun langsam ihren Höhepunkt. Es stellt sich die Frage, ob und falls ja wie die Große Koalition zusammen findet. Die jeweiligen Verhandlungsführer und Angehörigen der Arbeitsgruppen für den Koalitionsvertrag werfen daher ihre zentralen Forderungen nochmals auf den Tisch, sodass diese auch in den möglichen Vertrag einfließen. So auch der amtierende Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Er fordert verbindliche Ausbaupfade für die erneuerbaren Energien, sodass die bisherige verhältnismäßig planlose Umsetzung der Energiewende ein jähes Ende findet. Zentraler Bestandteil seiner Forderung sind allerdings auch Obergrenzen für den Ausbau regenerativer Energieträger.

Verbindlichkeit spart bares Geld

Dem Magazin „Focus“ teilte Altmaier in einem Interview mit: „Es muss erstmals einen verbindlichen Ausbaupfad für erneuerbare Energien geben. Das ist der entscheidende Schlüssel für einen langfristig planbaren, berechenbaren und effizienten Umbau der Energieversorgung“. Zudem strebt der Bundesumweltminister durch die Maßnahmen Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe an. Dazu sagte Altmaier dem „Focus“ weiter: „Mit einem verbindlichen Ausbaupfad sparen wir uns einen dreistelligen Milliardenbetrag und bekommen die gleiche Energiewende für viel weniger Geld“. Vor allem betonte Altmaier auch, dass die Begrenzung der bisherigen Kosten und allen voran des unkontrollierten Anstiegs des Stromverbraucherpreises notwendige Bedingungen für eine Einigung mit der SPD sind.

Begrenzung der Ausbauziele

Für das Jahr 2030 hält Altmaier  „maximal einen Stromanteil der erneuerbaren Energien von 50 bis 55 Prozent für verkraftbar und vertretbar“. Grundsätzlich will der Bundesumweltminister mit seinen Forderungen offenbar mehr Struktur in den Ausbau der Regenerativwirtschaft bringen. So sagte er zudem: „Was wir vorhaben, ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel bei der Energiewende. Weg vom unkontrollierten Wildwuchs, vom plan- und richtungslosen Ausbau der erneuerbaren Energien, hin zu einer stetigen, verlässlichen und bezahlbaren Entwicklung“. Diese Worte ähneln der Ansicht von Hannelore Kraft (SPD) und der SPD, die auch für Ausbaugrenzen und verbindliche Ziele plädieren.

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