Altmaiers Reaktion zum prognostizierten Strompreisanstieg: Die Strompreisbremse soll weiterhin eingeführt werden

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ist weiterhin Befürworter der Strompreisbremse zum 1.Januar 2014. Obwohl laut aktueller Prognosen ein Strompreisanstieg für 2014 vermutet wird, ist Altmaier davon überzeugt das sich der Preisanstieg – welcher vor allem durch die EEG-Umlage entsteht – bis zum 1. Januar 2014 noch verhindern lässt. In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung begründete Altmaier seinen Standpunkt damit, dass ein „[…] Anstieg der Strompreise in dieser Größenordnung“ gesamtgesellschaftlich nicht mehr tragbar ist. Als geeignetes Mittel eine Strompreisbremse zu erreichen, sieht der Bundesumweltminister eine tiefgreifende Reform des EEG mit vorangegangener Kalkulation wahrscheinlich auftretender Preisdynamiken und Kosteneffekte.

Mahnung von Expertenseite

EEG-Experten mahnen im Gegenzug ausdrücklich dazu den Ausbau regenerativer Energien nicht negativ einzufärben. Ihrer Meinung nach ist es vor allem ein Konstruktionsfehler im EEG welcher zu den steigenden Preisen führe. So berechnet sich die EEG-Umlage aus einer Differenz der Erlöse aus Ökostrom welche die Netzbetreiber an der Strombörse erwirtschaften und den Einspeisevergütungen, welche an Ökostromeinspeiser gezahlt werden müssen. Der massive Einbruch der Strompreise an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig führt dazu, dass der Differenzbetrag steigt. Dieser Differenzbetrag ist die EEG-Umlage. Gemäß den aktuellen Berechnungsgrundsätzen des EEG wird die Umlage demnach auf 6,1 Cent pro Kilowattstunde, oder sogar noch mehr ansteigen.

Sinkende Börsenpreise müssen sich auch für den Verbraucher lohnen

Felix Matthes, der Koordinator Energie-und Klimapolitik am Öko-Institut mahnt deshalb, dass die Energieversorger gesunkene Börsenpreise auch an die Haushalte weitergeben müssen. Seiner Ansicht nach muss vor allem die Bundesregierung dafür sorgen, dass dies geschieht. Ein zentraler Punkt in einer Neustrukturierung der EEG-Vergütungsmechanismen. Ausgangspunkt für den Rückgang der Preise an der Strombörse ist der Preisverfall für CO2-Emissionszertifikate. Eine Maßnahme der Bundesregierung könnte daher darin bestehen, die Zertifikatspreise anzuheben um so dem Verfall der Börsenpreise und der gleichzeitigen Erhöhung der EEG-Umlage entgegen zu wirken. Doch aktuell ist die Bundesregierung zu einem solchen Schritt nicht bereit.

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