CDU, CSU und FDP uneins über den genauen Weg des Atomausstiegs

Dass der Atomausstieg kommen wird, ist unter CDU, CSU und FDP eigentlich schon beschlossene Sache. Bereits seit der umstrittenen Entscheidung die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, bröckelte der Rückhalt in der Bevölkerung und die Antiatomkraftbewegung erlebte einen zweiten Frühling. Die Katastrophe bei dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima versetzte den einstig vehementen Atomkraftbefürwortern dann endgültig den Todesstoß. Eine Regierungsbildung scheint unter der Fahne der Atomkraft nicht mehr möglich zu sein. Im Kampf um Wählerstimmen haben sich folglich auch CDU, CSU und FDP dazu durchgerungen sich von der Atomkraft zu verabschieden und stattdessen verstärkt die regenerativen Energien zu fördern.

Wie genau der Atomausstieg aussehen soll, darüber sind sich FDP, CDU und CSU allerdings noch uneins. Während die CSU das feste Ausstiegsdatum 2022 anvisiert, favorisiert die FDP die Möglichkeit eines zeitlichen „Korridors“. FDP-Generalsekretär Christian Lindner meinte: „Es ist die Frage, ob es ein fixes Datum sein muss.“ Ein zeitlicher Korridor würde sich stärker an der tatsächlichen Umstellung auf regenerative Energien orientieren und wäre damit flexibler. Kritische Stimmen äußern bei diesem Vorgehen allerdings die Befürchtung, dass die erneuerbaren Energien so ausgebremst werden könnten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt sich momentan noch unentschlossen bezüglich des genauen Weges des Atomausstiegs, sympathisiert allerdings mit der von der CSU vorgeschlagenen Möglichkeit eines konkreten Ausstiegsdatums. In Folge des vernichteten Wahlergebnisses versprach Merkel eine schnelle Entscheidung bezüglich des Atomausstiegs. Bis zum 6. Juni will sich die Regierung auf ein eindeutiges Konzept einigen.

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