Atomenergie sorgt weiterhin für Probleme

Am ersten Novemberwochenende 2010 sorgen die Castor Transporte zum Endlager Gorleben einmal mehr für heftige Schlagzeilen. Da sich die Umweltschützer bereits im Vorfeld dagegen geäußert und massive Proteste angekündigt hatten, gab es keine andere Möglichkeit, als mit einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften dafür zu sorgen, dass die Behälter ihr Ziel sicher erreichen. Immerhin wollten sich bis zu 50.000 Umweltschützer zu den Protestaktionen treffen. Mit dieser Aktion wollen sie vor allem die Ablehnung gegen eine aktuelle Entscheidung der Bundesregierung zum Ausdruck bringen, auf Grund derer die Laufzeiten für die Atomkraftwerke noch einmal erheblich verlängert worden sind.

Welche gewaltige Gefahr in der Nutzung der Atomenergie steckt, hat nicht nur der Supergau von Tschernobyl im Jahr 1986 bewiesen, dessen Auswirkungen bis nach Europa zu spüren waren und die dafür gesorgt haben, dass einige Bauprojekte für weitere Atomkraftanlagen sofort gestoppt worden sind. Zwar sind die Sicherheitseinrichtungen in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich verbessert worden, aber eine solche Katastrophe könnte sich nicht nur theoretisch jederzeit wiederholen. In jüngster Zeit sind es an dieser Stelle aber eher die Terroraktionen, die den Politikern und den Sicherheitsexperten Sorgen bereiten. Aktueller Beweis sind die Sprengstoffpakete, die im Bundeskanzleramt und einigen Botschaften gelandet sind. Nicht auszudenken, wenn sie in der Schaltzentrale eines Atomkraftwerks ankommen und dort explodieren würden.

Auch die Umweltschützer sprechen bei der Atomenergie die Sicherheit an. Dabei geht es nicht nur um die Halbwertszeiten des zum Beispiel in Gorleben gelagerten Restmülls. Greenpeace warnte aktuell vor dem so genannten Zechengas, durch das es bereist 1969 zu einer gewaltigen Explosion in Gorleben-Rambow gekommen war.

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