Atomkraft im Fokus der Umstrukturierung bei Vattenfall

Der Atomausstieg, den die Bundesregierung im vergangenen Sommer verkündete, war  für die großen Energiekonzerne des Landes ein Schock. Sich ihrer Atompolitik sicher, vernachlässigten Eon, Vattenfall und Co die erneuerbaren Energien so lange es ging und unterstützten laufende Projekte umso mehr.

Seit einem Jahr steht es jedoch fest, dass bis 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Die Konzerne, die sich meist nur in eine Richtung orientiert hatten, müssen umdenken und den regenerativen Energien zum ersten Mal wirklich Beachtung schenken.

Der Energiekonzern Vattenfall ist zwar eigentlich ein schwedisches Unternehmen, gehört in Deutschland jedoch trotzdem zu den größten Energieversorgern. Neben den zwei bereits stillgelegten Kraftwerken in Deutschland, Krümmel und Brunsbüttel, betreibt der Konzern noch andere AKW in seinem Heimatland.

Nun überrascht Vattenfall mit einer geplanten Umstrukturierung des Konzerns. Die erneuerbaren Energien sollen mehr gefördert und ausgebaut werden, doch außerdem auch, was viele überrascht, die Atomkraft. Vattenfall möchte, nach Angaben aus Insiderkreisen, der Atomkraft die besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdient.

Derzeitige und künftige Möglichkeiten im Bereich der Atomkraft stehen in der neuen Geschäftseinheit Nuklear im Mittelpunkt. Der Konzern hat unter anderem Interesse an dem Bau neuer Kraftwerke in Schweden, nun da Deutschland als ein möglicher Markt hierfür bald endgültig wegfällt. Viele Experten und Brancheninsider überrascht es, dass Vattenfall einen Bereich, der seit dem Fukushima Unglück in ein so schlechtes Licht geraten ist, noch immer unterstützen will. Bleibt nur zu hoffen, dass die Sparte der erneuerbaren Energien dadurch nicht vernachlässigt wird.

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