Atomstreit mit dem Iran geht weiter

Gerade war es im Atomstreit zwischen dem Iran und den Westmächten zu einer vorsichtigen Annäherung gekommen, da scheinen die Diskussionen doch wieder durch den nächsten Schlag beeinträchtigt zu werden.

Der Iran hatte endlich eingelenkt und den Inspektoren der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEA) erlaubt, die Atomanlagen rund um Teheran in Augenschein nehmen zu dürfen. Viele sahen dies schon als Zeichen dafür, dass der Streit um das iranische Atomprogramm so hoffentlich bald beendet sein würde, doch man hatte sich geirrt.

Jetzt gießt nämlich die nächste Enthüllung des Iran wieder Öl ins Feuer. Scheinbar treibt das Land trotz aller Vereinbarungen seine umstrittene Urananreicherung voran und plant zudem den Bau neuer Atomkraftwerke. In der Anlage in der Nähe von Fordo sind nach Berichten der IAEA mehrere hundert weitere Zentrifugen zur Urananreicherung errichtet worden.

Hier wird Uran bereits auf 27 Prozent angereichert, ein Wert, der die westliche Welt schaudern lässt. Dem Iran wird seit Jahren schon die heimliche Entwicklung einer Atombombe vorgeworfen. Iranische Behörden dementieren diesen Vorwurf stets vehement, doch ob diesen Aussagen Glaube geschenkt werden kann, ist nicht sicher, denn auch bei der Anreicherung hatte es Lügen gegeben.

Es war nämlich behauptet worden, das Uran würde nur auf Werte unter 20 Prozent angereichert werden, nicht darüber. Man brauche das Uran für die medizinische Forschung, hieß es.

Zwar muss Uran auf über 80 Prozent angereichert werden, um eine Atombombe damit bauen zu können, doch der Westen sorgt sich dennoch darum, zu welcher Entwicklung der Iran möglicherweise noch fähig ist. Wenn das Land weiterhin so viel Uran herstellt wie im Moment, hätte es schon Ende des Jahres genug, um eine Atombombe zu entwickeln.

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