Atomstreit mit dem Iran nimmt kein Ende

Die Diskussionen um das iranische Atomprogramm gehen in die nächste Runde. Wieder finden sich Vertreter des Irans mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien zusammen, um möglicherweise doch noch zu einer friedlichen Lösung im Atomstreit zu kommen.

Doch wenn es in den vergangenen Monaten immer mal wieder einen Lichtblick bezüglich der Debatte gegeben hatte, ob sich das Land Inspektionen der IAEA öffnet, so ist man scheinbar wieder am Anfangspunkt angekommen. Der Iran weigert sich, Versuchsanlagen von außerhalb inspizieren zu lassen, von denen der Westen vermutet, sie dienten zur Anreicherung von Uran.

Nach Angaben Teherans werden die Anlagen nur zu zivilen Zwecken genutzt, was jedoch von Ländern wie den USA, Israel oder auch Deutschland stark angezweifelt wird. Sollte das Uran tatsächlich nur zu „medizinischen“ Zwecken gebraucht werden, so wie der Iran immer wieder versichert, wäre es dem Land wohl eher weniger unangenehm, Fremden Zutritt zu gewähren.

Die Skepsis wächst, nun da Inspektoren der Atomenergiebehörde herausgefunden haben wollen, dass der Iran in den letzten Monaten angeblich Hunderte neuer Zentrifugen installiert hat, die zur Anreicherung von Uran dienen sollen. In einer unterirdischen Anlage in der Nähe der Stadt Qom seien diese Zentrifugen untergebracht worden.

Im Vergleich zu den vergangenen Monaten hat sich also tatsächlich in der Debatte um das iranische Atomprogramm so gut wie gar nichts getan. Frustriert bemerkt auch der Westen, dass er in diesem Punkt auf der Stelle tritt. Israel hat bereits seit einiger Zeit mit einem militärischen Angriff gedroht, sollte der Iran nicht einwilligen. Israels Verbündeter, die USA, halten sich mit einem solchen Vorgehen eher noch zurück, doch wenn es nicht bald zu einer Einigung kommt, ist ein Angriff von Seiten Israels nicht auszuschließen.

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