Atomstreitpunkte in NRW

Aufstand der Atomgegner in Nordrhein-Westfalen. Man muss schon zugeben, dass es kaum ein anderes deutsches Bundesland auch nach dem Atomausstieg noch so schwer hat, sich gegen die Atomkraft auszusprechen, wenn es im eigenen Land so viele Baustellen gibt, die eigentlich in kein atomfreies Land gehören dürften.

Die nordrhein-westfälischen Anti Atomkraft Bewegungen haben also noch einiges zu tun, wenn sie ihr Bundesland dem deutschen, bald atomfreien Standard angleichen wollen, denn während Länder wie Sachsen-Anhalt, Bayern oder Schleswig-Holstein bald komplett auf die erneuerbaren Energien setzen wollen, schlägt man sich in dem westlichen Bundesland mit Problemen wie Jülich, Ahaus und Gronau herum.

Auf der Landeskonferenz der Anti Atomkraft Initiativen Nordrhein-Westfalens in Köln wurde nun etwas abgelehnt, was zu Beginn des Sommers als mögliche Alternative zu der Atommüllverbringung aus dem Atomforschungszentrum in Jülich in das Atommüll-Lager in Ahaus in Betracht gezogen wurde, nämlich die Verbringung des radioaktiven Mülls in die USA.

Es geht insgesamt um 152 Castorbehälter, um die schon seit langem ein erbitterter Streit entbrannt ist, denn Atomgegner sind der Meinung, dass der Transport in das Lager Jülich ebenso wie eine Verschiffung in die USA viel zu gefährlich sei, um durchgeführt werden zu können.

Außerdem sei noch gar nicht geklärt, was in Jülich oder in den USA mit dem radioaktiven Müll geschehen würde. Die rot-grüne Landesregierung erntete allgemein einen ganzen Batzen an Kritik, da das Land mit der Urananreicherungsanlage in Gronau noch immer eine Atomfabrik betreibt, die dafür sorgt, dass Atomkraftwerke in aller Welt mit Uran versorgt werden.

Ebenso kritisch wird angesehen, dass die Atommüllfabrik in Duisburg doch noch eine neue Genehmigung erhalten hat. Wie man sieht, gibt es in NRW tatsächlich noch eine Menge Baustellen für die Atomgegner. Der Atomausstieg ist noch lange nicht das Ende.

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