Ausbau der Solar – und Windenergie sorgt auch 2014 für Strompreisanstieg

Verbraucher müssen auch im kommenden Jahr mit einem erneuten Anstieg des Strompreises rechnen. Laut einem Zeitungsbericht der sich auf das Umfeld der Bundesnetzagentur beruft, müssen Stromkunden mit einem Anstieg von rund 6,5 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Dies entspricht einem Anstieg von knapp einem Viertel zum aktuellen Strompreis von etwa 28 Cent pro Kilowattstunde. Keine gute Werbung für die erneuerbaren Energien, denn der Grund für den heftigen Anstieg ist vor allem die EEG – Umlage.

Wann kommt die Bremse

Dem erneut zu erwartenden Anstieg kann man durchaus verwundert gegenüberstehen. So forderte gerade erst in dieser Woche der EU – Energiekommissar Günther Oettinger eine Generalüberholung des EEG um den Preisanstieg durch die EEG – Umlage zu begrenzen. Auch bundesdeutsche Politiker wie Philipp Rösler oder Kanzlerin Angela Merkel nennen eine Reform der Ökostrom Förderung als eine der aktuell dringlichsten Aufgaben. Neben den Verbrauchern sind auch die Energieversorger dafür, dass das System novelliert wird. Ein Kritikpunkt der Versorger besteht darin, dass Haushalte keine Netzentgelte entrichten müssen falls sie Strom einspeisen. Trotzdem stellen die Versorger Technik und Anlagen für diese bereit. Auch dies führt zu einem steigenden Energiepreis. Aus Richtung der Versorger kommt daher die Forderung nach einer besseren Kostenumlage.

Vollkommene Umstrukturierung

Im Zuge des Unmuts über die steigenden Energiepreise häufen sich Forderungen nach einer grundlegenden Umstrukturierung des Vergütungsmodells. Klaus Rubach, der Landesvorsitzende des Deutschen Gas – und Wasserfaches (BVGW), fordert beispielsweise eine Grundpauschale für alle Nutzer des Netzes. Im Gegenzug kann man beim eigentlichen Strompreis Einsparungen vornehmen. Durch dieses Modell würde sich die Kostenlast des Stromsystems auf alle gleichmäßig verteilen und zu mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung beitragen. Wie schnell eine politische Umsetzung der verschiedenen Vorschläge möglich ist, wird sich in nächster Zeit zeigen. Mitunter kann die Wahl helfen die Änderungen zu beschleunigen. Für 2014 wird der Verbraucher voraussichtlich aber erst einmal tiefer in die Tasche greifen müssen.

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