Landwirtschaftliche Eingriffe sind für den Ausbau erneuerbarer Energien unvermeidlich

Die Bundesregierung hat festgelegt, dass 2050 80% des Energieverbrauchs erneuerbaren Ursprungs sein sollen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger bezweifelt jedoch, dass die innerdeutschen Quellen dafür ausreichend sind. Deswegen müsste die saubere Energie importiert werden. Dies führt, aber zu einem weiteren Problem, denn es müssten etwa in den Alpen oder im Schwarzwald neue Energiespeicher in Form von Wasserkraftwerken gebaut werden.

Der Ausbau würde allerdings Veränderungen in der Natur mit sich bringen, „Diese Kröten müssen wir leider schlucken“, so Oettinger.

Nur so könnte sich ein Energiebinnenmarkt entwickeln, aber es sei vor allem wichtig die momentanen Binnenmärke zu verbinden. Der finanzelle Rahmen bewege sich um mehrere 100 Milliarden Euro.  Die Energieversorger sollen einen Großteil finanzieren, allerdings gebe es viele Verbindungen, die sich für  Anleger nicht auszahlen werden.  Im November will Oettinger ein Investitionskonzept vorstellen. Diese soll um die 800 Millionen Euro jährlich umfassen, jedoch muss Oettinger dazu die 27 Staats- und Regierungschefs für dieses Projekt gewinnen. Denn sie entscheiden über den finanziellen Umfang von 2014 bis 2020. Auf dem im Februar stattfindenden EU-Gipfel möchte Oettinger für sein Projekt Interesse wecken.

Zudem ist der EU-Kommissar bestrebt Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, denn laut Oettinger, würden wir sonst einen „Blackout“ erleben.

Hierzu soll die Energieaufsichtsbehörde „spezielle Befugnisse“ erlangen. Diese sollen genutzt werden, wenn Bauvorhaben des Projekts drohen zum Stillstand zu gelangen.  So ist Oettinger ambitioniert EU-Staaten für Sonderprogramme zu begeistern.  Diese sollen ähnlich wie nach dem Mauerfall aussehen. Damals wurden besondere Genehmigungsverfahren genutzt, um die Infrastruktur im Osten schnellstmöglich wieder herzustellen.

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