Auszeichnung für das Geoforschungszentrum Potsdam

Das geothermische Forschungslabor Groß Schönebeck wurde nun bei der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als sogenannten ausgewählten Ort ausgezeichnet. Dieser Teil des Geoforschungszentrums erbrachte herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich der Nutzung geothermischer Ressourcen. Der Preis wurde im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums des Labors verliehen. Ganz besonders wichtig ist Groß Schönebeck vor allem, wenn es darum geht, die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Energien zu stärken. Nicht erst seit der Energiewende und der Katastrophe in Fukushima liegt bei den Forschern der Fokus auf der erneuerbaren Energie. Auch der Vorstandsvorsitzende des Geoforschungszentrums, Professor Reinhard Hüttl, stellte fest, dass es schon vor dieser Energiewende nötig gewesen sei, die nachhaltige Energieversorgung zu fördern.

Rekonstruktion von natürlichen Bedingungen

Das Besondere an Groß Schönebeck ist, dass Anlagen unter größt möglicher natürlicher Bedingung getestet und erprobt werden. Das bedeutet, dass Forscher zum Beispiel Bohrungen nutzen, die über 4 300 Meter tief sind. Natürlich gibt es besonders auf dem geothermalen Gebiet viele grenzen für die Forscher, dennoch bemühen sich Ingenieure, Forscher, Geologen und Geophysiker möglichst natürliche Verfahren zu benutzen. Auf diese Weise sollen neue Verfahren erprobt werden, mit denen man die Geothermie für die Strom- und Wärmeversorgung nutzen könnte. Das Forschungszentrum stellt immer wieder die neusten Errungenschaften auf dem Geoforschungszentrum Potsdam vor.

Mehr Standorte für bessere Verfahren

Mit dieser Auszeichnung hat sich Groß Schönebeck von 364 anderen Orten hervortun können. Allerdings sind solche Initiativen genau das, was den Wettbewerb ankurbelt und Forscher motiviert, nicht besser zu arbeiten. Durch die Festlegung von insgesamt 365 Standorten, die für die Auszeichnung in Frage bekommen sind, wurden die Standorte auch erneut in die Medien geholt. Gerade für Abgänger des neuen Studienganges erneuerbare Energien können solche Standorte eine neue Arbeitsplatzmöglichkeit sein. Dieser neue Studiengang wird unter anderem in Duisburg als Bachelor- und Masterstudiengang für drei beziehungsweise vier Jahre angeboten.

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