Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien soll subventioniert werden

Großbritannien ist so weit wie nur möglich von einem Atomausstieg entfernt. Im Gegensatz zu vielen  anderen europäischen Staaten möchten die britischen Inseln gerne an den Plänen für eine Zukunft mit Atomkraft festhalten.

Die britische Regierung plant nun sogar einen Schritt, gegen den sie sich selbst bis vor kurzem noch ausgesprochen hatte: und zwar sollen britische Atomkraftwerke mit Steuergeldern subventioniert werden. Hierzu gehören unter anderem Kosten, die über den Voranschlag des Anlagenbetreibers hinausgehen oder entstehen, wenn es zu Verzögerungen beim Bau kommt. 

Angeblich gelte die geplante Subventionierung für Atomkraftwerke insbesondere als Anreiz dafür, internationale Unternehmen dazu zu animieren, in den Bau von zehn geplanten Atomkraftwerken auf der Insel zu investieren.

Erst zu Beginn des Jahres waren mit den deutschen Konzernen RWE und Eon zwei wichtige Investoren aus Großprojekten ausgestiegen. Noch vor einigen Jahren hatte die damals regierende Labourpartei die Atomkraft als unattraktive Option abgelehnt, heute wird sie bereits als verlässliche und erprobte Energiequelle und unabdingbar im Kampf gegen den Klimawandel bezeichnet.

Die Kritik an dem Schachzug der Regierung lässt natürlich nicht lange auf sich warten. Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen halten den subventionierten Bau von neuen Kraftwerken für gefährlich, da Kosten für Atomkraftwerke stets außer Kontrolle geraten. Negativ fällt auch auf, welche Opfer für den Ausbau der britischen Atomlandschaft gebracht werden.

In der Grafschaft Cumbria, wo sich auch das Großkraftwerk Sellafield befindet, sollen insgesamt an zwei neuen Orten Reaktoren entstehen, in Braystones und in Kirksanton. In Kirksanton soll dafür eine der effizientesten Windkraftanlagen demontiert werden.

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