Bayerns Energieplan

Nur noch knapp zehn Jahre bis es mit dem Atomstrom aus Deutschland vorbei ist. Da beginnen manche der Bundesländer langsam aber sicher, in Panik zu geraten. Unter anderem auch Bayern, denn wenn es mit der rechtzeitigen Durchsetzung aller Pläne, die für die Energiewende wichtig sind, nicht klappt, dann ist das süddeutsche Bundesland mit am ärgsten betroffen. In Ost- und Norddeutschland hat man diese Probleme nicht, denn die meisten Bundesländer hier können sich vor lauter Windparks gar nicht mehr retten und bald wird auch noch die nicht zu unterschätzende Kraft der Offshore Windparks in Nord- und Ostsee dazu kommen.

Bayern hingegen hat zwar eine große Dichte an Solaranlagen, doch da diese meist auf Privatdächern installiert sind und die großen Solarparks doch eher im Osten der Republik angesiedelt sind, ist der Freistaat massiv darauf angewiesen, dass der Ausbau der Stromleitungen von Nord nach Süd recht bald über den Tisch geht. Um nicht ganz alleine dazustehen, falls es doch, wie eigentlich zu erwarten ist, Verzögerungen bei der Energiewende gibt, hat sich der bayrische Ministerpräsident Seehofer gemeinsam mit dem bayrischen Landwirtschaftsministerium einen Plan zur Energiewende ausgedacht. Dieser sieht vor, dass in Bayern fünf große Gaskraftwerke gebaut werden sollen, um im Ernstfall genug für die Energieversorgung des Bundeslandes hergeben zu können.

Die Energiekonzerne, die hierfür zuständig sein sollen, zögern jedoch, was dazu führt, dass man nun erwägt, statt fünf großer Kraftwerke lieber viele kleine Biogasanlagen auf Bauernhöfen zu errichten. Diese Idee wird auch von Umweltschützern unterstützt. Biogas steht zwar auch massiv in der Kritik, da durch den vermehrten Anbau von Mais Nahrungs- und Futtermittel knapper werden, dennoch unterstützt der Naturschutz eine dezentrale Stromversorgung aus kleinen Anlagen.

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