Boom in der Solarenergie trotz Förderkürzungen

Die Solarenergie boomt in Deutschland weiterhin. Das Jahr 2012 stellte neue Rekorde auf, denn noch in keinem anderen Jahr waren so viele Solaranlagen neu installiert worden wie im vergangenen. Dabei hatte der damalige Umweltminister Röttgen zusammen mit Wirtschaftsminister Rösler im vergangenen Frühjahr damit Schlagzeilen gemacht, die Förderung für Solarstrom eindämmen zu wollen. Die Subventionen wurden gekürzt, um den Zubau von Solaranlagen in geordnete Bahnen zu lenken. Doch trotz einer geringeren Einspeisevergütung ist die Zahl der neuen Solaranlagen in ganz Deutschland gestiegen. Der Boom der Branche bringt gerade für die Bürger Zusatzkosten bei den ohnehin schon steigenden Strompreisen. 

Die installierte Gesamtleistung im Jahr 2012 ist in Deutschland insgesamt auf rund 7630 Megawatt gestiegen. Der bisherige Rekord lag bei 7500 Megawatt im Jahr 2011. Doch wie das Bundesumweltministerium bekannt gab, wird sich spätestens in diesem Jahr der Rückgang des Photovoltaik Ausbaus bemerkbar machen, als Folge der Förderkürzungen, die im vergangenen Sommer beschlossen wurden und im Oktober in Kraft getreten sind. Noch steigt zwar die Zahl der gebauten Anlagen, doch durch die geringeren Einspeisevergütungen werde man bald damit rechnen können, dass sich der Bau für viele nicht mehr rentieren wird.

Nichtsdestotrotz sind es die Bürger, an denen der noch immer andauernde Solarboom hängenbleibt. Die Strompreise erhöhen sich, da die Kosten für die auf 20 Jahre garantierten festen Vergütungssätze per Ökostromumlage auf diese aufgeschlagen werden. Das führt dazu, dass die deutschen Verbraucher bis zu 12 Prozent mehr Geld für Strom ausgeben müssen. Erst zu Beginn des Jahres war die EEG Umlage von 3,59 Cent auf knapp 5,3 Cent pro Kilowattstunde angestiegen. Im Sommer soll diese krasse Steigerung jedoch mit einer Novelle des EEG ausgebremst werden. Bund und Länder haben bereits vereinbart, dass es ab einer installierten Leistung von 52 000 Megawatt keine Förderung mehr geben soll. Bei bestimmten Zubauraten sollen außerdem automatische monatliche Förderkürzungen greifen.

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