BP kauft Suchanfragen bei Google, Yahoo und Bing

Neben dem eigentlichen Kampf um die Ölpest scheint BP noch eine weitere Schlacht zu schlagen. So kaufte der Ölkonzern bei Google, Yahoo und Bing kürzlich Suchanfragen auf Wörter wie „Ölpest“, „BP“ und weitere Kombinationen dieser mit „Leck“ oder „Golf-Desaster“. BP scheut also offenbar keine Kosten, um sein durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ramponiertes Image aufzupolieren. Einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders ABC-News zu Folge soll sich BP die Imagekampagne etwa 10.000 Dollar täglich kosten lassen.

BP war nach dem Sinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und wird nun unmittelbar mit der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA in Verbindung gebracht. Die Tatsache, dass es BP auch Wochen nach dem schweren Unglück im Golf von Mexiko nicht gelungen ist das lecke Bohrloch, aus dem täglich mehrere Millionen Liter Öl ins Meer gelangen, zu schließen, schadet dem Image des Konzerns noch zusätzlich. Ein derart schlechtes Ansehen in der Öffentlichkeit kann leicht ein Todesurteil für BP bedeuten. Verständlich also, dass der Konzern sein Möglichstes unternimmt, um in der Öffentlichkeit etwas besser dazustehen.

Eine BP-Sprecherin begründete die Imagekampagne so: „Wir wollen es den Nutzern erleichtern, wichtige Informationen zu finden.“

Unterdessen muss auch die US-Regierung, speziell Barack Obama um ihr Ansehen kämpfen. Ihr wird schlechtes Krisenmanagement unterstellt, ein Vorwurf, der sich bei der nächsten Wahl rächen könnte. So hält Obama der Internetkampagne BPs mit für ihn eigentlich untypischen, kräftigen und derben Aussagen entgegen. Wenn es nach ihm ginge, dann wäre der BP Chef etwa schon längst gefeuert. Außerdem wolle er wissen wem er für die Katastrophe in den „Arsch treten“ könne. Über eine Milliardenschwere Strafe für BP wir zudem noch diskutiert.

Tags
Back to top button
Close
Close