Brandenburgs Energiepläne

Energiestrategie 2030 heißt der Plan des Landes Brandenburg, um erneuerbare Energien vermehrt auszubauen und zudem schnell aber auch fair aus dem Geschäft mit der Braunkohle auszusteigen. Für das Bundesland im Osten der Republik wird der bevorstehende Strukturwandel massive Veränderungen bedeuten, deshalb ist Gerechtigkeit das große Wort der Stunde.

Der Braunkohleausstieg wird vor allem dank der Pleite der CO2 Abscheidetechnologie CCTS erschwert, der Zeitdruck erhöht sich. Doch die Ziele, die Brandenburg hat, sind ambitioniert und durchaus durchführbar. Bis zum Jahr 2030 sollen, gegenüber dem Jahr 2007, 23 Prozent des Energieendverbrauchs gesenkt werden, wobei aber der Anteil der erneuerbaren Energien am primären Energieverbrauch auf bis zu 32 Prozent erhöht werden soll.

Was den Ausbau der erneuerbaren Energien angeht, muss sich das Land kaum Gedanken machen, denn es bietet noch genug Fläche und Potential, um Projekte im Bereich der Windkraft und Solarenergie zu verwirklichen. Dies könnte auch zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen. Ob Photovoltaik oder Biomasse, man plant, alle denkbaren Bereiche abzudecken. Hinzu kommt der Ausstieg aus der Braunkohlewirtschaft. Dies wird selbstverständlich einige negative Folgen mit sich bringen, wie der Abbau von unzähligen Arbeitsplätzen im gesamten Bundesland.

Die geförderten Braunkohlemengen in Brandenburg werden sich höchstwahrscheinlich bis zum Jahr 2022 um 78 Prozent verringern. Hiermit schneidet das Land sehr viel schlechter ab als sein Nachbar Sachsen, wo sich in der gleichen Zeit die geförderte Braunkohle nur um 18 Prozent verringern wird, so dass man bis zum endgültigen Ausstieg aus der Braunkohlewirtschaft im Jahr 2035 nur 17 Prozent abbauen wird, im Gegensatz zu 65 Prozent in Brandenburg in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren.

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