Bundesregierung will Kohlenstoffdioxid unter Tage lagern

Das Prinzip ist denkbar einfach: Man presst das CO2 in poröse, tief liegende Schichten, in denen Salzwasser vorkommt und über denen eine Sedimentschicht liegt. Das Salzwasser weicht seitlich aus und gelangt in das Grundwasser. Dabei können Schwermetalle eingeschwemmt werden und, falls das CO2 mit zu viel Druck eingepresst wurde, ebenso CO2 mit abgetragen werden. Dennoch ist das der Plan der Bundesregierung, wie man CO2 an 408 Standorten in ganz Deutschland lagern könnte. Greenpeace warnt nun vor dieser Methode und das aus gutem Grund. Denn das Gas könnte austreten und unter Umständen verheerende Folgen mit sich ziehen.

Abgestandene Luft in Kellern und Silos

Jeder kennt den Zustand in einem schlecht gelüfteten Raum: Die Luft wirkt abgestanden, man wird müde und kann sich schwer konzentrieren. Das sind die leichten Folgen, wenn zu viel CO2 in der Atemluft liegt. Normalerweise sollte die Konzentration etwa 380 ppm betragen. Schon ab einer Konzentration 0,5% können gesundheitliche Schäden auftreten. 8% sind tödlich. Tritt nun CO2 aus, wird es nicht bemerkt, da es schwerer ist als Luft und somit schleichend Kellerräume, Silos und Gruben „überschwemmen“ kann. Zudem ist es geruchslos sowie nicht sichtbar. Sofortige Hilfe ist nötig, falls jemand einer solchen Konzentration ausgesetzt ist.

Die Katastrophe: Ist sie möglich?

Je nachdem, wie viel Kohlenstoffdioxid an einer Stelle unter die Erde gepresst wird, können natürlich auch entsprechende Mengen austreten. Die Katastrophe wäre dabei, dass nun mehrere Tonnen eine ganze Stadt überfluten und eine Gasblase bilden. Das ist bisher nur bei Vulkanausbrüchen der Fall.
Die Frage ist nun, ob die Bundesregierung diese Möglichkeit CO2 zu lagern wirklich in Betracht zieht. Es bestehen bereits vereinzelte Bürgerinitiativen, die gegen diesen Beschluss arbeiten wollen. Denn man kann nicht absehen, wann Risse in den undurchlässigen Schichten, die uns vor dem CO2 schützen, entstehen und uns somit gefährden werden.

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