Bundesweiter Protest gegen geplante EEG-Novelle

Verbände und Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche warnen schon seit geraumer Zeit vor der geplanten EEG-Novelle. So würde die Gesetzesänderung, in der momentan geplanten Fassung, die Innovationskraft und die heimische Wertschöpfung einer der wichtigsten deutschen Zukunftsbranchen gefährden. Im Rahmen des Aktionsbündnisse „Erneuerbare Energiewende Jetzt“ gehen heute bundesweit Hersteller, Betreiber und Projektierer auf die Straße um ein Zeichen zu setzen. In der Politik berät man indes weiter. Die Novelle ist auch auf politischer Ebene umstritten. So warnen nicht nur die Verbände und Unternehmen, sondern auch viele Politiker davor, dass das neue EEG womöglich die Zukunftsfähigkeit der Regenerativwirtschaft in der Bundesrepublik gefährden könnte.

Bundesverband Erneuerbare Energien e. V. erhebt scharfe Kritik

Vor allem der Bundesverband Erneuerbare Energien e. V. (BEE), als einer der wichtigsten Branchenverbände, nimmt eine Wortführerschaft im Bund der Kritiker ein. So warnt beispielsweise Dr. Hermann Falk, Hauptgeschäftsführer des BEE davor, dass die EEG-Novelle in die falsche Richtung gehen könnte. Dazu sagte er: „Der Entwurf der EEG-Novelle geht exakt in die falsche Richtung. Seine Umsetzung würde dazu führen, dass Deutschland seine eigenen Klimaschutzziele verfehlen würde. Außerdem würden Innovationskraft und heimische Wertschöpfung einer der wichtigsten deutschen Zukunftsbranchen bedroht“. Beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sieht man das ähnlich, fokussiert sich aber vor allem auf den Markteinbruch im Photovoltaik Sektor. So sagte BSW-Solar Hauptgeschäftsführer Carsten König: „Statt Klimaschützer mittels einer EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Solarstrom zu bestrafen, sollten endlich die Verursacher des Klimaproblems stärker zur Kasse gebeten werden. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn der Markteinbruch bei der Photovoltaik jetzt gestoppt wird. Das breite Engagement der Bürger- und Unternehmerschaft für die Energiewende darf nicht ausgebremst werden“. Vor allem die Angst dass durch die Novelle des EEG zehntausende Arbeitsplätze im Sektor verloren gehen können, treibt die Menschen auf die Straße. Der Zusammenschluss der verschiedenen Verbände soll die Politik wachrütteln. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wird dies nicht ignorieren können.

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