Co-Firing in Deutschland?

In anderen Ländern Europas wird es bereits praktiziert und auch in Deutschland wird die Debatte immer aktueller: Soll in Kohlekraftwerken neben Kohle auch Biomasse verbrannt werden? Dieses Verfahren hätte gleich mehrere Vorteile und nicht zuletzt die Senkung des Kohlendioxidausstoßes. Betreiber von Kohlekraftwerken erhoffen sich aber noch andere positive Nebeneffekte. So wünschen sich solche Unternehmen vor allem eine Aufbesserung des Images. Denn aktuell sind besonders die Negativstimmen zu Energie aus Kohle, Atom und anderen fossilen Brennstoffen. Das Co-Firing hätte also für alle Seiten klare Vorteile. Deswegen hat nun auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH analysiert, wie hoch das Potenzial in Deutschland wäre.

Besondere Vergütung und Zertifikate

Attraktiv für die Betreiber sind aber natürlich auch die besonderen Vergütungen, die in vielen Ländern bereits vergeben werden, wenn ein Kraftwerk Co-Firing betreibt. Denn die Senkung der Kohlendioxidemission ist eine ganz klare Strategie bei dem Energiewandel. Man könnte also durch dieses Verfahren Anlagen ökologisieren und damit neuen Raum für grüne Energie schaffen. Ohnehin werden Betreiber früher oder später auf alternative Brennmaterialien zurückgreifen müssen. Bekannt ist nämlich, dass fossile Brennstoffe nicht grenzenlos verfügbar sind. Es macht also Sinn, schon frühzeitig einen Ersatz zu suchen. Noch ist es den Betreibern aber zu wenig Förderung, um auf den Wechsel aufzusteigen.

Woher kommen die Pellets?

Zuletzt bleibt aber auch bei der Verbrennung von Biomasse wie zum Beispiel Pellets die Frage, woher diese Mengen an Brennstoff herkommen sollen? Eine Lösung sind sogenannte Kurzumtriebsplantagen. Dabei werden Baumarten gepflanzt, die nur kurze Zeit zum Wachsen brauchen und schnell gefällt und verfeuert werden könnten. Und auch die grundlegende Umstellung der Kraftwerke will zunächst bezahlt werden. Die Mehrkosten, die dadurch entstehen würden, müssten also durch Förderungen und -wiedermal- durch die Umlage auf die Bürger bezahlt werden. Zuletzt bleibt auch die Frage, ob nicht ineffiziente Kraftwerke bei der Umstellung direkt abgeschaltet werden müssten.

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