Neuer Windpark Dan Tysk vor der Küste Sylts geplant

Siemens baut seinen Marktanteil im Bereich Offshore Windkraftanlagen weiter aus und prophezeit in Deutschland ein starkes Wachstum der Branche

Für Dan Tysk sind 50 Windkraftanlagen geplant

Nach Eröffnung des ersten kommerziellen deutschen Windparks „Alpha Ventus“ Ende April vor der Küste Borkums, der als wichtiges Testprojekt angesehen wurde, befinden sich jetzt zahlreiche weitere Offshore-Projekte in Planung. Eines davon ist der von Vattenfall Europe und den Münchener Stadtwerken geplante Windpark „Dan Tysk“, der rund 50 Kilometer westlich von Sylt gebaut werden soll.

Der bisher größte deutsche Offshore Windpark soll bereits 2014 voll in Betrieb gehen. Die 80 für den Park benötigten Windturbinen, die jeweils einen Rotorendurchmesser von 120 Metern haben, werden von Siemens zur Verfügung gestellt und haben einen geschätzten Auftragswert von rund 500 Millionen Euro.

Damit sichert sich Siemens einen seiner bislang größten Aufträge im Bereich Windkraft und kann so seine Marktposition gerade in Deutschland weiter ausbauen. Weltweit ist Siemens bereits der größte Anbieter von Offshore-Windanlagen, lediglich in Deutschland konnte das Unternehmen bisher noch nicht richtig Fuß fassen.

René Umlauft, dem Chef für den Bereich regenerative Energien des Konzerns, zu Folge steht man aber gerade in Deutschland vor einem regelrechten Boom der Offshorebranche. So sagte Umlauft: „In Deutschland geht es gerade erst richtig los.“ Weiter meinte er: „Wir erwarten, dass Deutschland hinter Großbritannien in naher Zukunft der zweitwichtigste Offshore-Markt Europas werden wird.“

Grund für diese optimistische Prognose Umlaufts sind die Pläne der Bundesregierung, die die Offshore Windparks zu einem wichtigen Pfeiler ihres Energiekonzeptes machen wollen und bis 2020 Windanlagen von rund 10.000 Megawatt ans Netz gehen lassen wollen.

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