Dänemark als Vorbild für die Energiewende nehmen

In Deutschland spricht man nun seit beinahe zwei Jahren vom Atomausstieg und der Energiewende. Tatsache bleibt aber, dass noch nicht viel voran gegangen ist und man nach neusten Erkenntnissen sogar darüber nachdenkt, den Zubau von Wind- und Solarparks zunächst zurück zu fahren. Alle reden über steigende Strompreise und die Kontrolle der EEG Umlage, doch Taten sind bei all diesen Bemühungen kaum zu erkennen. Die deutsche Regierung sollte vielleicht einmal damit beginnen, sich in Europa umzuschauen und von einigen anderen Ländern zu lernen. Weit über den Horizont müsste man dabei gar nicht blicken, denn unsere dänischen Nachbarn leben uns schon jetzt das vor, was die Bundesrepublik noch gerne erreichen würde.

Während hier die Themen, die mit der Energiewende zusammen hängen, eher tot diskutiert werden, handelt man in unserem nördlichen Nachbarland lieber und verabschiedet Gesetze, die die Energieeffizienz deutlich unterstützen. So wurde bereits im vergangenen März ein Gesetz verabschiedet, das auf dem dänischen Energy Agreement (Vereinbarung des Ministry of Climate, Energy and Building) basiert und ab diesem Jahr die Installation von Öl- und Erdgas-Heizkesseln in Neubauten verbietet. Ab dem Jahr 2016 soll dieses Verbot für alle bestehende Gebäude gelten, in denen Erdgas oder Fernwärme zur Verfügung stehen.

Die dänische Regierung setzt damit einen wichtigen Akzent und spricht sich deutlich für eine Umstellung auf erneuerbare Energien aus. In Deutschland hingegen wäre ein Abwenden von Gas und Öl momentan undenkbar. In Dänemark wird nicht einmal auf die Industrie Rücksicht genommen, die entsprechende Technologien und Kessel vertreibt. Man hat sich voll und ganz auf die Interessen der Natur konzentriert und sollte damit für Deutschland ein wichtiges Beispiel darstellen.

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