Debatte über Änderung im Erneuerbare Energien Gesetz

Im Bundestag geht es bezüglich der Änderungen des Erneuerbare Energien Gesetzes langsam in die heiße Phase. Am Mittwoch wird über Änderungswünsche debattiert und bereits Ende des Monats soll in einer zweiten Lesung über die Novelle des Gesetzes beraten werden. All dies passiert relativ fix, zu fix möchte man meinen, denn wo bleibt dort noch die Zeit, genau über die Änderungen zu diskutieren, die an dem Gesetz vorgenommen werden sollen.

Die Ökobranche hat sich jedenfalls schon jetzt gegen die Novelle des Gesetzes gestellt. Sie bekommt Unterstützung durch den Bundesverband Erneuerbare Energien, der das Marktintegrationsmodell als eine versteckte Vergütungskürzung betitelt. Das Modell sieht vor, dass bald bei kleineren Solaranlagen nur noch 85 Prozent des Stroms vergütet werden sollen, bei größeren Anlagen 90 Prozent.

Die Betreiber von Solaranlagen sind mit diesen neuen Regelungen teils überfordert. Viele wissen nicht, wie sie es anstellen sollen, im Vorhinein ihre Stromproduktion zu beziffern und so festzulegen, wann die jeweilige Prozentzahl erreicht ist. Dies ginge im Grunde erst im Nachhinein, doch dann ist es geradezu unmöglich, die Anmeldefristen, die vom EEG vorgesehen werden, einzuhalten. Außerdem fragt man sich, was eigentlich mit den 10 beziehungsweise 15 Prozent an Strom passiert, die nicht mehr vergütet werden.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder verbraucht der Betreiber die Menge an Strom selber oder er muss sie am Spotmarkt an der Strombörse verkaufen. Dies bedeutet jedoch einfach zusätzliche Arbeit, die vorher von den Übertragungsnetzbetreibern übernommen wurden. Da viele aber gar keine Erfahrung haben, müssen sie mit weiteren Kosten rechnen, wenn sie dafür einen Vermarkter einstellen müssen. Wie man sieht, werden die Neuerungen im Erneuerbare Energien Gesetz wahrscheinlich in den kommenden Wochen und Monaten noch für viel Trubel sorgen.

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