Der zweite Jahrestag naht

Schon beinahe zwei Jahre ist es nun her, dass im japanischen Fukushima die verheerendste Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986 passierte. Ausgelöst durch ein Seebeben traf am 11. März 2011 ein Tsunami die japanische Ostküste.

Betroffen waren hiervon nicht nur zahlreiche Städte und Ortschaften sondern auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, das, wie man später herausfand, nicht ausreichend gegen eine solche Naturkatastrophe geschützt war, und das trotz seiner Lage direkt an der Küste. Die Riesenwelle hatte eine Explosion und Kernschmelze in mehreren Reaktoren des AKW zur Folge. Die Umgebung um Fukushima ist auch jetzt noch verstrahlt und wird es viele Jahre lang bleiben.

Die Folgen des Unglücks machten sich bald auf der ganzen Welt bemerkbar. So stieg beispielsweise Deutschland spontan komplett aus der Atomkraft aus und kündigte an, bis zum Jahr 2022 alle noch bestehenden Reaktoren auf deutschem Boden abschalten zu wollen. Andere Beispiele wie die Schweiz, Österreich und Belgien folgten.

Auch in Japan selbst wurden direkt alle Kernkraftwerke vom Netz genommen und massiven Stresstests unterzogen. Nachdem die japanische Bevölkerung und auch die Politik sich lange für einen endgültigen Atomausstieg einsetzten, sieht es unter der neuen Regierung aber so aus, als würde man die heruntergefahrenen Reaktoren bald wieder in Betrieb setzen.

Auch zum zweiten Jahrestag der Katastrophe haben Atomgegner und Umweltschützer den Kampf gegen die Atomkraft nicht aus den Augen verloren. Bis zum genauen Datum sind zahlreiche Demonstrationen und Mahnwachen auch in Deutschland geplant. Die Anti-Atom Organisationen und Bürgerinitiativen, die für die Veranstaltungen verantwortlich sind, wollen damit ein Zeichen dafür setzen, dass man auch hierzulande für einen schnelleren Ausstieg aus der Kernkraft sorgen sollte, damit kein ähnliches Unglück mehr passieren kann.

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