Die Einschätzung der zukünftigen EEG Umlage

Dass die Ökostrom Umlage, die das Erneuerbare Energien Gesetz EEG festlegt, sich im kommenden Jahr erhöhen würde, war bereits klar. Heute wurden die Schätzungen bekannt gegeben. Doch dies soll noch nicht alles sein, denn der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft wies nun darauf hin, dass die Verbraucher mit weiteren Umlage-Regelungen rechnen müssten, die sich vor allem in ihren Geldbeuteln negativ bemerkbar machen werden. 

Hierzu gehören unter anderem ein Anstieg der Netzentgelte im kommenden Jahr, Haftungsübernahmen für die Betreiber von Offshore Windparks und Umlagen für die Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die Stromanbieter werden all diese Kosten unmöglich alleine tragen können und gleichzeitig die Preise auf einem stabilen Niveau halten. Deshalb wird es wieder einmal am Verbraucher liegen, mit dem Anstieg des Strompreises zu leben.

Heute gaben die vier großen Übertragungsnetzbetreiber zunächst einmal ihre Prognosen für die Entwicklung der EEG Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien bekannt. Nach ihren Einschätzungen wird diese um beinahe 50 Prozent steigen. Damit wäre ein Rekordwert von 5,277 Cent pro Kilowattstunde erreicht. Bisher hatte der Wert bei 3,59 Cent gelegen. Da die Verbraucher jedoch auch noch die Mehrwertsteuer zahlen müssen, können sie ab dem nächsten Jahr mit einem Preis von 6,2 Cent pro Kilowattstunde rechnen.

Dass es einen Anstieg bei der Umlage und damit auch beim Preis geben würde, war zu erwarten, doch die Tatsache, dass noch weitere massive Kosten auf die Verbraucher zukommen könnten, wird wohl zunächst einmal wieder von einer Welle an Protesten begleitet werden. Die Bundesregierung muss nun sehen, wie sie auf die neuen Einschätzungen reagiert und wann sie das EEG reformieren will.

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