Die globale Energiewende und ihre Finanzierung

In Deutschland und auch so manch anderem europäischen Land ist der Umschwung von der Versorgung durch Atomkraft auf erneuerbare Energien in vollem Gange. Doch wie sieht es mit einer solchen Idee weltweit aus? Wäre es möglich, eine globale Energiewende ins Auge zu fassen oder ist ein solches Projekt völlig utopisch? Tatsächlich beschäftigen sich Experten schon eine ganze Zeit mit einer solchen Maßnahme, sowie mit den Fragen, ob und wie diese überhaupt durchzuführen wäre. Regierungsberater haben nun die globale Energiewende zum ersten Mal ganz offen gefordert.

Für eine weltweite Umstellung wäre ein immenser Investitionsrahmen nötig. Der Bedarf hierfür liegt bis zum Jahr 2050 bei etwa 68.000 Milliarden US Dollar. Man ist sich außerdem sicher, dass für ein solches Projekt auch ein ausreichender Investitionsbedarf bei privaten Anlegern vorhanden sei. Bis 2040 könnten die Kosten vollständig kompensiert werden. Am Donnerstag wurde zu diesem Zweck in Berlin ein Gutachten vorgestellt. Aus diesem geht hervor, dass zu Beginn des Projekts um die 1,1 Billionen US Dollar pro Jahr von Nöten wären, die den Ausstieg aus der Atomkraftweltweit und eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien ermöglichen könnten.

Der Investitionsbedarf würde mit der Zeit steigen und im Jahr 2030 auf etwa 3,5 Billionen Euro und 2050 auf 3,5 Billionen pro Jahr steigen. Die Investitionen klingen zunächst einmal überwältigend, man muss jedoch auch berücksichtigen, dass durch Einsparungen der Kosten für fossile Brennstoffe bei konventionellen Technologien diese schon bis zum Jahr 2040 vollständig kompensiert seien. Ob und wie weit die Regierungen weltweit dafür bereit sind, ein solches Projekt zu unterstützen, geht aus dem Gutachten nicht hervor. Bundesumweltminister Altmaier hat jedoch schon angekündigt, voll und ganz hinter diesem Anliegen zu stehen.

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