Die Grenzen des Ausbaus: Keine Windkraftanlagen in Schutzgebieten

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) legt nahe dass in Deutschland ausreichend Flächen für einen weiteren Ausbau der Windkraft vorhanden sind. Diese Erkenntnis nahm nun der Naturschutzbund NABU zum Anlass eine Forderung gegen den Bau von Windkraftanlagen in Naturschutzgebieten einzureichen. Zentrale Intention des NABU ist, einen natur – und umweltschutzunbedenklichen Ausbau der erneuerbaren Energien zu gewährleisten.

Ausreichend Platz vorhanden

Die Forderung des NABU wird höchstwahrscheinlich akzeptiert werden. So stehen laut der UBA Studie rund 50.000 Quadratkilometer unbedenkliche Ausbaufläche zur Verfügung. Damit kann man den Strombedarf in Deutschland sogar mehrfach abdecken, so die Studie. Neben bereits genannter Forderung, möchte der NABU zudem dass bei Projekten im Bereich der Windenergie auf einen entsprechenden Abstand zu Siedlungen geachtet wird.

So lassen sich Lärmemissionen, sowie Schattenwürfe durch und Lichtspiegelungen an den Rotorblättern zu Ungunsten der Bevölkerung vermeiden. Ziel ist es die Bürger an der Planung und Umsetzung entsprechender Projekte zu beteiligen, sodass Einwände frühzeitig Berücksichtigung finden. Daneben sollen auch die Auswirkungen auf andere Lebewesen besser berücksichtigt werden.

Vor allem Vögel und Fledermäuse sind durch die Windkraftanlagen irritiert und kollidieren nicht selten mit diesen. Zudem werden die natürlichen Zugwege der Vögel geschnitten. Bei Planungen für zukünftige Windenergieprojekte fordert der NABU daher den Einbezug dieser Faktoren.

Problematisch für Bayern

Eine neue Richtlinie in Bayern, welche den genannten Forderungen bereits entgegen kommt, wird wahrscheinlich den Ausbau der Windkraft im Freistaat stark einschränken. So ist anberaumt, dass der Abstand eines Windrades zu den nächst angrenzenden Häusern, dem zehnfachen seiner Höhe entsprechen sollte.

Da in Bayern nur ein Betrieb verhältnismäßig hoher Windkrafträder effizient ist, kann dies zu ungeahnten Flächeneinbußen und womöglich zum Ende der Windkraft in Bayern beitragen. Bisher ist diese Richtlinie lediglich von der CSU gefordert. In den politischen Kreisen Bayerns herrscht keine Einigkeit über den Vorschlag. Im Gegenteil, die SPD bezeichnet die Forderung als gar „Quasi – Ausbaustopp“.

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