Die Strahlengefahr

Im vergangenen Jahr war die Welt einem hohen Maß an radioaktiven Strahlen ausgesetzt. Ausgelöst wurde dies durch das schwerste Atomunglück seit Tschernobyl. Am 11. März 2011 traf ein Tsunami, der durch ein vorhergehendes Erdbeben ausgelöst worden war, die japanische Ostküste und somit auch die Region Fukushima.

Dieses Ereignis allein war schon schlimm genug und kostete Tausenden das Leben. Doch betroffen von dem Tsunami war unter anderem auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, das direkt an der Küste gelegen ist. Es kam zu mehreren Explosionen und in deren Folge zu einer Kernschmelze.

Die Gegend um Fukushima ist auch ein Jahr nach dem Unglück noch so verstrahlt, dass es verboten ist, diese zu betreten. 340.000 Menschen wurden umgesiedelt, die Gefahr einer Verstrahlung mit lebenslangen Folgen war zu groß. Was genau richtet die Verstrahlung durch Radioaktivität eigentlich in unserem Körper an? Dies hängt zunächst einmal davon ab, wie stark das Gewebe im Körper von der Strahlung betroffen ist.

Die ersten Symptome, die sich zeigen, sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, später häufen sich Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein. Dies kann einige Wochen andauern. Wer jedoch der Strahlung lange ausgesetzt war und beispielsweise nahe an verstrahlten Gebieten verbleibt, muss mit dauerhaften Schäden rechnen, darunter Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Kreislaufversagen und sogar Koma. Meist enden diese Krankheitssymptome in einem frühen Tod des Betroffenen.

All diejenigen, die aus der Region Fukushima rechtzeitig evakuiert worden sind und sich nicht in unmittelbarer Nähe des zerstörten Atomkraftwerks aufgehalten haben, können Glück haben und nur mit einer leichten Strahlenkrankheit davon kommen.

Doch selbst weit vom Unglücksort entfernt ist die Gefahr nicht zu hundert Prozent gebannt, denn ein nuklearer Niederschlag ist auch nach dem Unglück zu befürchten, wobei es jedoch hilft, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Wer der Strahlung jedoch direkt ausgesetzt war, so wie die Arbeiter in der Anlage von Fukushima, der kann gegen massive Gesundheitsschäden kaum noch etwas ausrichten.

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