Die Terrorgefahr aus Sicht der Energiewirtschaft

Die aktuellen Nachrichten sind voll mit Hinweisen auf eine konkret bestehende Gefahr terroristischer Anschläge auch in Europa und insbesondere in Deutschland. Diese gehen natürlich auch an der Energiewirtschaft nicht spurlos vorbei. So findet man nicht nur am Reichstag in Berlin und auf den großen Flughäfen und Bahnhöfen verstärkte Polizeipräsenz, auch die Energiewirtschaft stellt hinter verschlossenen Türen ihre Sicherheitskonzepte auf den Prüfstand.

Das Hauptaugenmerk der Öffentlichkeit gilt dabei den Kernkraftwerken, weil es genau dort zumindest in der Theorie einige Angriffspunkte gibt, um einen Supergau mit verheerenden Folgen auslösen zu können. Die Praxis sieht glücklicherweise anders aus, denn es wird durchweg überall mit mehrstufigen Sicherheitskonzepten gearbeitet. Das betrifft sowohl die Zugangsmöglichkeiten zu den Anlagen als auch die darin verwendete Technik.

„Alles mit Netz und doppeltem Boden“ – so könnte man das Motto der Sicherheitsexperten kurz zusammen fassen. Das zeigt sich sowohl in den unzähligen Barrieren, die zwischen der Kammer, in der die nukleare Reaktion stattfindet, und der Umwelt geschaffen worden, als auch in der Abschottung der Computernetzwerke, die in den Kraftwerken für die Steuerung der Anlagen verwendet werden. Sie haben keine Verknüpfung mit öffentlichen Netzwerken und sind so auch kaum angreifbar. Außerdem stehen überall Reservesysteme zur Verfügung, auf die jederzeit umgeschaltet werden kann.

Auch bei den zahlreichen Wasserkraftanlagen sind die Sicherheitsbestimmungen seit Bekanntwerden der Terrorgefahr deutlich intensiviert worden. Stauanlagen werden permanent durch geschulte Sicherheitskräfte und zusätzlich aus der Luft überwacht, denn einige haben eine geologische Lage, bei der man nicht ausschließen kann, dass bei einem durch eine Sprengung verursachtem Dammbruch auch größere besiedelte Gebiete überflutet werden können.

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