Drachen zur Energiegewinnung

Windkraftanlagen zieren die deutsche Landschaft nun schon seit vielen Jahren und wenn die Energiewende erfolgreich durchgeführt werden soll, so wird ihre Anzahl wahrscheinlich noch einmal gehörig anwachsen. Doch warum sollte Windenergie eigentlich nur mit der Hilfe von hochmodernen Windmühlen gewonnen werden? Eine Trendsportart, die sehr viel mit Wind zu tun hat, gibt Forschern jetzt Überlegungen auf, ob man die gleiche Technik nicht auch für die Gewinnung von Energie nutzen sollte.

Die Rede ist vom Kite Surfen. Diese beliebte Sportart , die man locker gesagt als eine Mischung aus Windsurfen und Drachenfliegen bezeichnen kann, wird an den deutschen Küsten inzwischen an jedem Strand praktiziert. Doch warum nicht auch das Sportgerät zur Energieerzeugung nutzen? Die modernen Drachen und ihre Flugbewegung sind ideal dafür, Generatoren anzutreiben, die die gewonnene kinetische Energie in elektrische Energie umwandeln können.

In einer Höhe von 300 bis 500 Metern könnten die Drachen an etwa 700 Meter langen Seilen den Wind einfangen und mit einem Wagen am Boden verbunden sein, den sie über einen Schienenrundkurs ziehen, wobei die entstandene Bewegungsenergie einen Generator antreibt. Die Idee zu dieser innovativen Lösung stammt von den Gründern der Berliner NTS Energie- und Transportsysteme GmbH. Sie sind der festen Meinung, dass die Energieausbeute eines Kites deutlich größer ist als die eines Windrads.

Je nachdem, wo eine solche Anlage errichtet wird, entsprechen acht Kites mit einer Größe von bis zu 300 Quadratmetern etwa 20 konventionellen 1 Megawatt Windkraftanlagen. Da die Drachen in verschiedenen Höhenschichten arbeiten, sind sie sehr viel flexibler als feste Windkraftanlagen. Wenn es am Boden nicht genug Wind gibt, so fangen sie möglicherweise Böen in höheren Schichten ab. Ein weiterer Vorteil des Konzepts sind relativ geringe Materialkosten.

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