EEG-Umlage: Neues Rekordhoch in 2014

Die EEG-Umlage ist immer wieder Streitthema unter Befürwortern und Gegnern der Energiewende. Vor allem die Gegner prangern an, dass durch die Subventionierung der erneuerbaren Energien im Zuge der Umlage ein erhöhter Strompreis resultiert. Die Bilanz des EEG-Umlagekontos für 2014 scheint die Kritik zu belegen, denn mit 23 Milliarden Euro EEG-Umlage wurde im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht. Grund ist vor allem der sehr niedrige Börsenstrompreis von durchschnittlich 3,3 Cent pro Kilowattstunde im vergangenen Jahr. Durch die garantierten Preise für Ökostrom, trägt der Verbraucher rein rechnerisch die Differenz zwischen Fördersatz und Börsenpreis über die EEG-Umlage.

Erneuerbare Energien sind nicht am Mehrpreis schuld

Doch der Grünstrom sollte wegen der EEG-Umlage nicht verteufelt werden, denn durch die erneuerbaren Energien sinken der Börsenstrompreis und damit auch der Haushaltsstrompreis an sich. Würde der Börsenstrompreis höher ausfallen, wäre der Strom an sich teurer, was sich auch auf der Verbraucherrechnung zeigen würde. Durch die EEG-Umlage wird dieser Kostenvorteil der erneuerbaren Energien an den Verbraucher allerdings nicht weitergegeben, sodass die erneuerbaren Energien einen Imageschaden erleiden. Grundsätzlich handelt es sich hierbei allerdings um ein Instrument zur Beeinflussung des Marktes, welches in Zukunft politisch überarbeitet werden sollte.

EEG-Umlage für 2015?

Was den Großteil der Verbraucher am ehesten interessiert ist, wie sich der Strompreis in 2015 entwickeln wird. Die EEG-Umlage ist als wesentlicher Bestandteil des Gesamtpreises dabei selbstverständlich auch im Fokus. Durch den Überschuss von satten 2,86 Milliarden Euro, welcher 2014 für das Umlagekonto der Ökostromförderung erwirtschaftet wurde, rechnen Politik und Netzbetreiber für das kommende Jahr mit einer leicht sinkenden EEG-Umlage, da noch vom Überschuss profitiert werden könne. In Zahlen vermutet man, dass die Umlage von 6,24 Cent pro Kilowattstunde auf etwa 6,17 Cent pro Kilowattstunde fallen wird. Daher, dass sich schlecht kalkulieren lässt wie viel Strom in 2015 aus Wind und Sonne erzeugt wird, kann man den kommenden Börsenstrompreis nur schwer einschätzen. Demnach kann die Umlage auch deutlich anders ausfallen.

Auch 2015 werden die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut

Eines ist indes Gewiss, auch im kommenden Jahr werden die Anteile von Wind- und Solarenergie am Stromverbrauch wieder zunehmen. Dafür sorgt schon allein die bundespolitische Agenda zur Energiewende. Allein 2014 stieg der Anteil von Wind- und Photovoltaikerzeugung zum Vorjahr um neun und 13 Prozent. Mit einem Zubau von 3500 Megawatt markierte das Jahr 2014 eine neue Bestmarke für den Ausbau der Windkraft in Deutschland. Entsprechend ist es wahrscheinlich, dass auch 2015 mehr erneuerbare Energien an den Börsen gehandelt werden, was weiterhin zu niedrigen Preisen an den Strombörsen führt. Falls die Umlage stabil bleibt oder sogar sinkt, können die Verbraucher, dank der erneuerbaren Energien, mit geringeren Verbraucherstrompreisen für 2015 rechnen.

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