Effiziente Windkraft auch im Süden

Die Windkraft ist etwas für den Norden, so heißt es. An den deutschen Küsten weht so viel Wind, da kann mit der Windkraft auch die meiste Energie erzeugt werden. Doch entspricht diese Behauptung wirklich komplett der Wahrheit? Schließlich sind auch einige ostdeutsche Länder führend im Bereich der Windenergie und diese liegen nicht besonders nahe an der Küste. Tatsächlich hat jetzt ein Ökostrom Betreiber aus Freiburg festgestellt, dass die Windkraft im Süden ebenso effizient sein kann wie im Norden.

Bisher stellte sich zumeist die Frage, wie der Strom, der bald zuhauf in den Windparks an und vor der deutschen Nord- und Ostseeküste gewonnen werden soll, in die südlichen Gegenden des Landes transportiert werden kann, wo die meisten energieintensiven Industrien angesiedelt sind.

Teure und effiziente Stromautobahnen müssen gebaut werden, denn die bestehenden können die großen Energiemengen aus dem Norden in den Süden niemals alleine tragen. Doch vielleicht ist diese Frage nun bald überflüssig, wenn man bemerkt, dass auch im Süden durch die Windkraft so viel Strom erzeugt werden kann, dass nicht mehr ganz so große Mengen aus dem Norden benötigt werden.

Man hat festgestellt, dass Windräder, die in einer bestimmten Höhe, gerade in bergigen und bewaldeten Gegenden stehen, die gleiche Menge an Strom produzieren können, wie die Windräder, die an der Küste dem Seewind ausgesetzt sind. Die Höhe des Windrades müsste dafür allerdings mindestens 180 Meter bis zur Flügelspitze betragen.

Wenn das Windrad nur 40 Meter weiter unten steht, so würde der Ertrag bereits um die Hälfte verringert werden. Gerade in Gegenden wie dem Schwarzwald und anderen Mittelgebirgen in Süddeutschland wäre deshalb die Ansiedlung von größeren Windparks möglich, wenn die Anwohner denn mitspielen.

Ein Ende der Küstenwindkraft wird dies jedoch nicht bedeuten, da der Bau der großen Offshore und Onshore Windparks bereits läuft. Ein Zurück gibt es hier nicht mehr.

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