Einplanung von Biosprit scheint nach hinten loszugehen

Mit der Energiewende wird alles besser und durch die erneuerbaren Energien und alternativen Antriebe leben wir immer umweltfreundlicher. Diese Aussage würde nicht jeder Energiewendenkritiker unterschreiben. Und zu recht. Denn wie Forscher erst kürzlich herausgefunden haben, ist es besonders der sowieso schon in der Kritik stehende Biosprit, der das Leben in Europa eher ungesünder machen könnte, als es bisher ist. Während die Forschung der Tatsache Recht gibt, dass die Abgasquote gesenkt werden muss, um den Klimawandel einzudämmen, so scheint dies jedoch nicht über die Benutzung von Biosprit geschehen zu können.

Da der künftige Bedarf an Biosprit immer weiter anwachsen wird, plant man, besonders schnellwachsende Bäume wie Pappeln, Weiden oder Eukalyptus anzupflanzen, die dann zur Herstellung des Kraftstoffes benutzt werden sollen. Um nicht mehr Getreidearten zu vertreiben, könnte dies vor allem in Osteuropa geschehen, wo es noch viele Grasflächen gibt. Nichtsdestotrotz würde diese Entwicklung die Gesundheit der Menschen in ganz Europa negativ beeinflussen, denn wie Untersuchungen ergeben haben, dünsten die so genannten schnellwachsenden Bäume das Gas Isopren aus, das zusammen mit Stickoxiden zur Bildung von bodennahem Ozon führen kann, das die Atemwege reizt.

In Europa sterben im Jahr bereits etwa 22 000 Menschen an den Folgen von Ozon, weshalb es an der Zeit wäre, diese Zahl nach unten zu korrigieren und nicht weiter nach oben zu schrauben. Die Zahl würde sich nach Angaben der Forscher aber um mehr als 1000 erhöhen. Wenn die Wandlung in Richtung Biosprit gehen soll, dann könnte bis zum Jahr 2020 eine Fläche mit den schnellwachsenden Bäumen bebaut werden, die zweimal so groß wie Deutschland ist. Die bodennahen Ozonwerte würden deutlich ansteigen, worunter nicht nur der Mensch sondern auch verschiedene Getreidearten leiden würden. Besonders die Ukraine hat man sich als passenden Ort für den Anbau ausgeguckt. Hier sollen allein ein Drittel der benötigten Bäume angepflanzt werden.

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