Einwenden von Seiten des Iran im Atomstreit

Bei den Streitigkeiten zwischen dem Iran und einigen westlichen Ländern bezüglich des Atomprogramms des Landes ist es nun möglicherweise doch eher zu einer Einigung gekommen als erwartet. Der Iran willigte scheinbar in der neuen Verhandlungsrunde mit den Weltmächten ein, Zugeständnisse machen zu wollen und sich darauf einzulassen, dass die Internationale Atomenergie Behörde IAEA Überprüfungen im Land vornimmt.

Bisher hatte die iranische Regierung den Zugang zu der militärischen Forschungsanlage in Parchin, in der Nähe von Teheran, noch verweigert, doch scheinbar will man nun sogar diesen bisher lange geheim gehaltenen Standort für Inspektionen freigeben. Das Abkommen, das nun zwischen den Westmächten und dem Iran unterschrieben werden soll, sieht vor, die Bedingungen festzuhalten, die eingegangen werden müssen, damit die IAEA Kontrolleure tatsächlich Zugang zu den besagten Standorten bekommen.

Dieser Schritt war so nicht vorhergesehen worden, denn bisher hatte der Iran sich relativ standhaft gezeigt, was sein Atomprogramm betraf. Es war in den vergangenen Jahren immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Ländern wie den USA oder Israel und dem Iran gekommen, weil dieser bereits seit dem Jahr 2008 den Zugang zu bestimmten Forschungszentren verweigert hatte.

In den letzten Monaten spitzte sich die Situation derart zu, dass das benachbarte Israel sogar mit einem militärischen Angriff drohte. Der Westen befürchtet, dass der Iran sein Atomprogramm zum Bau von Atomwaffen nutzen könnte und damit nicht nur seine Nachbarländer gefährde, sollte es tatsächlich zu einem Angriff kommen. Von Seiten des Iran waren diese Anschuldigungen bisher immer dementiert worden. Umso erfreulicher ist die neue Wendung der Gespräche, die nun vielleicht doch zu einer langfristigen Einigung führen kann.

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