Ende der Solarkredite in Australien

Um die CO2 Emissionen auf der Welt einzudämmen, ist es wichtig, dass so viele Länder wie möglich den Umschwung von fossilen Energien auf erneuerbare Energien vollbringen. In den Mitgliedsstaaten der EU ist es bereits Pflicht, sich den Klimastandards und den Zielsetzungen zur Eindämmung des CO2 Ausstoßes zu unterwerfen und neben konventionellen Kraftwerken den Ausbau der nachhaltigen Energien deutlich zu unterstützen. Auch in anderen Ländern außerhalb der EU werden erneuerbare Energien gefördert und ausgebaut, zum Beispiel in Australien. Hier hat die Regierung jedoch jetzt eine Entscheidung getroffen, die der australischen Solarbranche einen Strich durch die Rechnung macht.

Im Juli dieses Jahres waren bereits die Förderungen für Solarstrom in Australien massiv gekürzt  und die Einspeisevergütungen der Bundesstaaten reduziert worden. Die Nachfrage nach privaten Solarstromanlagen war daraufhin enorm gesunken, da gerade viele Privathaushalte oder Bauernhöfe Solaranlagen installiert hatten, um so ihre Stromrechnungen zu senken. Nun kommt es zu weiteren Einschränkungen, die den Trend der Solarinstallationen weiter in die Knie zwingen dürften.

Zum 1. Januar des kommenden Jahres soll die Vergabe der so genannten australischen Solarkredite vorzeitig abgebrochen werden. Eigentlich hätten diese noch bis zum kommenden Jahr laufen sollen. Der Australische Rat für Solarenergie gab diese Entscheidung letzte Woche bekannt. Von dann an wird Strom aus Photovoltaikanlagen nur noch mit Grünstrom-Zertifikaten gefördert, die im Rahmen des Regierungsprogramms zum Ausbau der erneuerbaren Energien ausgegeben werden. Von Umweltschützern und dem Australischen Rat für Solarenergie gab es massive Kritik an dem Zeitpunkt der Änderungen. Man wolle so zwar angeblich nur verhindern, dass die Strompreise der Endkunden nicht weiter steigen, doch für die australische Solarbranche könnte die Entscheidung leicht das Aus bedeuten.

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