Energiewende auch in der Schweiz

Der Atomausstieg in Deutschland ist beschlossene Sache. Seit dem vergangenen Sommer steht fest, dass die letzten sich noch am Netz befindenden Atomkraftwerke auf deutschem Boden bis zum Jahr 2022 abgeschaltet werden. Die ersten Genehmigungen wurden bereits direkt nach dem Beschluss nicht mehr verlängert. All dies ist eine direkte Folge und eine Reaktion auf die Geschehnisse in Fukushima. Die japanische Region war im März 2011 nach einem Tsunami und darauf folgenden Explosionen und einer Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi verstrahlt worden. Fukushima gilt als das schwerste Reaktorunglück seit Tschernobyl.

Doch nicht nur Deutschland hat sich für einen Weg des Atomausstiegs und einer Energiewende entschieden. Während Staaten wie Frankreich oder Großbritannien massiv an ihrer Atompolitik festhalten, so denkt beispielsweise der deutsche Nachbar die Schweiz ebenfalls über einen Ausstieg aus dem Atomgeschäft nach.

Der Anbieter Swisspower hat nun bekannt gegeben, dass er einen Atomausstieg in der Schweiz für absolut machbar und nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen finanzierbar halte. Die Stadtwerke, die in der Swisspower Gruppe arbeiten, haben ebenfalls signalisiert, dass sie in einem solchen Fall bereit dazu wären, sich auf Erdgas und Fernwärme umzustellen. Hierzu wurde nun ein so genannter „Swisspower Masterplan 2050“ vorgestellt, der die Vision einer Energiewende, die bereits vom Bundesrat und Parlament beschlossen wurde, zusammenfassen soll.

Innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre will man in der Schweiz komplett auf die Kernenergie verzichten und dafür den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern. Dabei sollen die Kraftwerke eine aktive Rolle spielen. Swisspower setzt sich massiv dafür ein, dass die Lösungen, die gefunden werden, politisch mehrheitsfähig sind. Wenn der Schweiz dies gelingt, so folgen möglicherweise auch andere Staaten dem Beispiel der Energiewende.

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