Energiewende ein Flop?

Noch kein Jahr ist es her, dass die Bundesregierung unter Angela Merkel beschloss, den endgültigen Atomausstieg bis 2022 zu vollziehen. Nun regen sich unter den Regierungspolitikern jedoch scheinbar Zweifel, ob diese Idee wirklich die richtige gewesen ist. Einige sprechen davon, die Atomkraftwerke in Deutschland doch länger als geplant laufen zu lassen, andere finden sogar, dass sich die Energiewende allgemein als Flop herausgestellt hat.

Die größten Probleme bestehen darin, dass die Energiewende nach dem Unglück von Fukushima zwar relativ schnell beschlossen worden war, sich aber scheinbar niemand genug Gedanken über die Konsequenzen gemacht hat. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und geeigneter Stromnetze und Stromspeicher dauert länger als erwartet und so wird damit zu rechnen sein, dass bis zum Atomausstieg weitere Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden müssen, damit die Stromversorgung in Deutschland gewährleistet werden kann. Bundesforschungsministerin Annette Schavan von der CDU und FDP Fraktionschef Rainer Brüderle sagten in einem Interview, dass es ja wenig bringe, die eigenen Atomkraftwerke abzuschalten und dann Atomstrom aus dem Ausland zu importieren. Deshalb seien Gas und Kohle der Weg zum Ziel.

Allein der neue Umweltminister Peter Altmaier hat sich für den pünktlichen Atomausstieg und eine vermehrte Förderung der erneuerbaren Energien ausgesprochen. In der Energiewende führt kein Weg mehr zurück. Der Ausbau müsse vorangetrieben werden, denn seit dem Unglück von Fukushima könne es in Deutschland einfach keine Akzeptanz mehr für die Atomkraft geben. Die Energiewende sei zwar eine extrem große Herausforderung, doch trotzdem müsse man alles daran setzen, diese erfolgreich durchzuführen. Altmaier vertritt vor allem die Ansicht, man müsse der Solarindustrie sehr viel mehr unter die Arme greifen, um ihren Stellenwert wieder zu erhöhen.

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