Eon erholt sich von der Energiewende

Der größte deutsche Energiekonzern Eon scheint seine Verluste aus der Atomwende doch besser zu überstehen, als bisher erwartet wurde. Doch dies passiert natürlich nur mit einigen Einschränkungen, wie beispielsweise dem Abbau von Arbeitsplätzen, darunter allein 6000 in Deutschland.

Nachdem Eon im vergangenen Jahr seine Atommeiler Isar I und Unterweser hatte stilllegen lassen, wurde das Unternehmen mit einem Milliardenverlust konfrontiert. Die Atomwende ist für die großen Energieversorger in Deutschland ganz besonders schwer zu verkraften, da sie auf einen so schnellen Atomausstieg nicht vorbereitet waren. Eon steht mit diesem Problem nicht alleine da, denn auch Vattenfall und RWE haben an den neuen Regelungen zu beißen. Die Versorger werden mit den politischen Veränderungen jedoch leben müssen und sich in Richtung der erneuerbaren Energien orientieren. Solange die Atomkraft in Deutschland mit an erster Stelle in der Energieversorgung stand, hatten sich Eon und Co von Windkraft und Solarenergie eher fern gehalten, doch das muss sich nun ändern.

Die herben Verluste, die Eon im vergangenen Jahr eingefahren hat, sind jedoch nicht alle allein auf die Energiewende zurück zu führen. Die neue Kernbrennstoffsteuer sowie ein schwächelndes Gasgeschäft in den vergangenen Monaten machen dem Unternehmen nämlich ebenso zu schaffen. Die Verluste sollen in die Milliardenbeträge gehen. Doch Eon scheint endlich aufgewacht zu sein und will einen weitgehenden Umbau der Energieversorgung einleiten. Das Ökostromgeschäft wird immer weiter anwachsen, deshalb ist es an der Zeit, dass sich auch der größte deutsche Energieversorger langsam auf diesem Gebiet umsieht und sich an Investitionen macht. Das hat das Unternehmen auch vor und plant, bis zu sieben Milliarden Euro in das Geschäft mit dem Ökostrom zu investieren. Die Umstellungen haben jedoch auch ihre Schattenseiten, denn um aus den Miesen zu kommen, wird Eon bis zu 11.000 Arbeitsplätze abbauen müssen, darunter um die 6000 in Deutschland.

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