Erneuerbare Energien in Chile

In einigen europäischen Ländern wie beispielsweise in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Skandinavien befinden sich die erneuerbaren Energien auf einem unaufhaltsamen Erfolgskurs. Nachahmer des Konzepts der alternativen Stromerzeugung finden sich jedoch auch außerhalb des Kontinents. So unter anderem in Chile. Das südamerikanische Küstenland setzt inzwischen verstärkt auf Solarstrom und den Bau von Photovoltaikanlagen, die bald einen nicht unwichtigen Teil der Energieversorgung übernehmen sollen.

Noch befindet sich die Branche der erneuerbaren Energien in Chile jedoch im Aufbau. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bevor man von einer vernünftigen Versorgung mit Solarenergie sprechen kann, doch der Wille zählt und im Moment befindet sich die Entwicklung auf dem Stand, dass Solarstrom-Anlagen mit insgesamt 3,34 Gigawatt entwickelt werden. Ein Großteil des gewonnenen Stroms soll in das nordchilenische Stromnetz eingespeist werden, der Rest in das zentralchilenische Netz.

Diese für das Land noch relativ neue Form der Energieversorgung soll in Zukunft besonders den Bergbau betreffen. Die Planung der neuen Solarstromprojekte kommt also dieser Branche direkt zugute. Bisher waren in Chile als erneuerbare Energieform nur großer Wasserkraftwerke wirklich erfolgreich. Ohne diese kommt Chile bei der Versorgung mit Ökostrom nur auf einen Wert von 873 Megawatt, womit 4,9 Prozent des chilenischen Stroms erzeugt werden, hauptsächlich durch Biomasse- und kleine Wasserkraftwerke.

Nun soll aber auch die Solar- und Windkraft mehr Unterstützung bekommen und die Versorgung durch die erneuerbaren Energien so enorm gesteigert werden. Wenn die Projekte so wie geplant in die Tat umgesetzt werden können, dann wäre es möglich, dass in Chile bald mehr als 20 Prozent des Strombedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden können.

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