Erneuerbare Energien Jobs – bereits 340.000 Arbeitnehmer haben in der Branche einen Job gefunden

Zahl der erneuerbare Energien Jobs verdoppelt

Die regenerativen Energien haben sich in den letzten Jahren als wahrer Jobmotor erwiesen und sind mittlerweile eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Besonders die Bereiche Wind, Sonne und Biomasse sorgten dafür, dass die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Von 2004 bis 2009 hat sich die Zahl der erneuerbare Energien Jobs sogar verdoppelt. Heute haben insgesamt 340.000 Arbeitnehmer einen Job in der Branche gefunden, das geht aus den neusten Studien des Umweltministeriums hervor. Diese Zahl übertrifft die bisherigen Erwartungen deutlich. Bislang war von etwa 300.000 Beschäftigten ausgegangen worden.

Stoppt die Laufzeitverlängerung erneuerbare Energien Jobs?

Ein Ende dieser Entwicklung ist – zumindest in den nächsten Jahren – erstmal nicht in Sicht. Bis 2050 sollen nach Plänen der Regierung 80 Prozent des Strombedarfs durch Ökostrom gedeckt werden. Die vieldiskutierte Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke könnte diesem ehrgeizigem Plan jetzt jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Von der Regierung als Brückentechnologie gedacht, befürchten viele Organisationen und Oppositionspolitiker, dass sich die Laufzeitverlängerung  der Atomkraftwerke negativ auf den Bereich der erneuerbaren Energien auswirken könnte. SPD und Grüne hoffen deshalb die Laufzeitverlängerung mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht doch noch verhindern zu können.

Der SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber stellte kürzlich noch einmal die „Erfolgsgeschichte“ der regenerativen Energien heraus. Diese sei durch die Maßnahmen der rot-grünen Regierung eingeleitet worden. Das damals beschlossene Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) räumte Ökostrom den Vorrang vor anderen Stromarten ein. Kelber äußerte allerdings auch die Befürchtung, dass das Wachstum der regenerativen Energien durch die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke bald zum erliegen kommen könnte. Er meinte: „Jetzt droht aber ein Abbruch des Wachstums und die Pleite vieler Firmen.“ Weiter sagte Kelber: „China, Südkorea, Brasilien, Indien und die USA werden uns in wenigen Jahren überholen.“

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