Förderung von Solarstrom in Österreich und der Schweiz

Solarenergie spielt in unseren beiden Nachbarländern Österreich und der Schweiz eine durchaus wichtige Rolle. Doch wie in Deutschland ist es vor allem wesentlich, dass die Einspeisung der Solarenergie intelligent geplant ist, denn nicht nur Deutschland wird die Förderung von Ökostrom mit diversen Verordnungen und Gesetzen reglementiert.

Auch in der Schweiz und in Österreich müssen Projektierer einiges beachten. So hat beispielsweise auch Österreich erst kürzlich die Solarstromförderbedingungen verschärft, was sich insbesondere in einem sinkenden Einspeisetarif für Dachanlagen ausdrückt.

Eigenverbrauch gewinnt auch bei unseren österreichischen Nachbarn an Bedeutung

Auch in Österreich gewinnt der Eigenverbrauch von Solarstrom durch diverse Einschränkungen der gewerblichen Nutzung vermehrt an Bedeutung. So wurde die Bagatellgrenze für selbst verbrauchten Solarstrom auf 25.000 Kilowattstunden jährlich erhöht, was vor allem durch eine Initiative des österreichischen Dachverbands Photovoltaic Austria mit dem Titel „Mehr Sonnenstrom für mich“ zu verdanken ist.

Bei der Förderung werden fünf Kilowatt pro Anlagen durch österreichische Bundesmittel bezuschusst. Der Höhe der Tarife wird dabei jährlich neu in der Ökostromverordnung geregelt, die Grundsätze der Tarifförderung regelt Österreichs Ökostromgesetz. Jährlich steht der Förderung von Photovoltaikstrom ein Budget von acht Millionen Euro zur Verfügung.

Neben der Erzeugungsförderung fördert Österreich intensiv Investitionen in Anlagen. Dafür ist ein festes Förderbudget von 26,8 Millionen Euro vorgesehen, wovon etwa 21.000 Anlagen gefördert werden sollen. Seit neuestem ist in Österreich die Förderung für natürliche und juristische Personen möglich, das heißt es können erstmals auch Anlagen für Vereine oder Betriebe gefördert werden.

In der Schweiz fördert man vor allem kleinere Anlagen von zwei bis zehn Kilowatt mit einem Investitionszuschlag von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten, wobei es keine kostendeckende Einspeisevergütung mehr gibt. Der Investitionszuschuss gilt dabei nur für Anlagen, die nach dem 1. Januar 2013 ans Netz gegangen sind. Betreiber können künftig allerdings weiterhin wählen ob sie die Einmalvergütung durch den Zuschuss oder die Einspeisevergütungen, welche zwischen 850 und 1200 Franken pro Kilowatt Anlagenleistung liegen, in Anspruch nehmen.

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