Friedhof als nachhaltiges Bauland

Freiflächen  für nachhaltige Energieprojekte werden eigentlich immer gesucht. Warum sollte man da nicht einfach auch mal auf dem örtlichen Friedhof beginnen? Die Verbraucherinitiative Aeternitas hat zumindest vor kurzem einen solchen Denkanstoß gegeben, um die geschätzten 15.000 Hektar Freifläche auf den über 30.000 deutschen Friedhöfen besser nutzen zu können und damit auch noch etwas für die Energiewende zu tun.

In den letzten Jahren geht der Trend auf deutschen Friedhöfen vermehrt zu den kleinen Urnengräbern, die so Platz sparend sind, dass große Flächen unbenutzt bleiben. Mit der nachhaltigen Nutzung der freibleibenden Flächen könnten beispielsweise auch die Gebührenzahler entlastet werden, denn ein Grab und dessen Pflege sind nicht gerade billig. Aus diesem Grund wurden nun mehrere Vorschläge unter dem Titel „Die Energiewende auf dem Friedhof – Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien auf Friedhofsfreiflächen“ ins Leben gerufen. Die Flächen sollen dabei nicht unbedingt für Solarzellen genutzt werden, doch es könnten nachwachsende Rohstoffe wie Holzbriketts oder Biokohle genutzt werden oder Grünabfälle vergärt werden. Doch auch die Idee der Errichtung von Photovoltaik- oder Kleinwindanlagen könnte man überdenken. So würden Friedhöfe Energiekosten sparen und in das System der Energiewende integriert werden.

Bisher werden unbenutzte Friedhofsflächen in vielen Fällen in Bauland umgewandelt. Da wäre die nachhaltige Nutzung doch sehr viel wünschenswerter, gerade weil die erzeugte Energie in Form von Wärme und ähnlichem auch weiterverkauft werden könnte, was dem Friedhof Einnahmen bringen würde. Ob sich ein Projekt dieser Art durchsetzen wird, steht noch in den Sternen. Schließlich hat Aeternitas keine konkreten Pläne, sondern möchte nur einen Denkanstoß dafür geben, was alles möglich wäre. So könnte es sein, dass wir unsere Energie zukünftig auch vom nächstgelegenen Friedhof beziehen können.

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