Für die Energiewende – Gegen die Ökostrom Umlage

Was viele Menschen bereits vermuteten, hat nun eine aktuell veröffentlichte Studie vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest und der Kommunikationsagentur Scholz & Friends belegt. Die Mehrheit der Deutschen steht zwar hinter der Energiewende, lehnt deren Umsetzung im Zuge der EEG-Umlage allerdings ab. So belegt die Studie eine geringe Zahlungsbereitschaft der deutschen Bürger für den weiteren Ausbau von Ökostrom.

Keine Zustimmung für weitere Umlagen auf den Strompreis

Die Mehrheit der Befragten lehnen weitere Zuschläge auf den Strompreis grundsätzlich ab. So gaben 52 Prozent diese Antwort. Lediglich 44 Prozent halten die EEG-Umlage für das richtige Vorgehen. Allerdings sind 42 Prozent der zustimmenden Bürger gegen weitere Zahlungen durch die Umlage. Für die große Mehrheit der Befragten liegt der Strompreis bereits jetzt in einem so hohen Bereich, dass gerade einmal 23 Prozent die Bereitschaft angeben auch mehr zu zahlen. Allerdings sind auch diese Teilnehmer zu maximal 5 Euro im Monat Mehrkosten bereit. Grundlage der Studie ist eine Befragung unter 1000 repräsentativ ausgewählten deutschen Staatsbürgern über 18 Jahren.

Trotz hohen Kosten steht die Mehrheit hinter der Energiewende

Auch wenn viele der Teilnehmer keine weiteren Kosten akzeptieren würden, so stehen 55 Prozent grundsätzlich hinter der Energiewende. So sind die meisten der Teilnehmer auch bereit einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten, allerdings nicht mittels jetzigen Finanzierungsmodells, welches viele für falsch erachten. Auch viele Politiker fordern seit einiger Zeit, dass EEG und seine Finanzierungsmechanismen grundsätzlich zu überarbeiten. Nach Zahlen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) subventioniert ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden, die Erzeuger von sauberer Energie mit etwa 185 Euro jährlich. Dieser Betrag gilt bereits jetzt und ist alles andere als gering. Vor allem weil Strom unter die Nebenkosten fällt und damit nicht derartige Summen verschlingen sollte. Falls die EEG-Umlage weiterhin ansteigt, so wie es prognostiziert wird, kann sich dieser Kostenfaktor auch auf 200 Euro jährlich oder mehr erhöhen.

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