Gasersatz durch Kunststoff

Durch das erreichte Peak Oil wird wohl auch bald Kunststoff knapp. Dennoch wollen Forscher nun durch die Verbrennung von hochkalorischen Abfällen einen Ersatz für Erdgas herstellen. Ein Pilotprojekt von Deusa International GmbH aus dem thüringischen Bleicherode wird mit 2 Millionen Euro des Bundesumweltministeriums gefördert. Dabei hat sich die GmbH ursprünglich auf andere Bereiche spezialisiert. Sie stellt salinare Grundstoffe her, die für Winterstreugut, Auftausalze und Düngemittel verwendet werden. Die Motoren des Kraftwerkes der Produktion werden bisher mit Erdgas betrieben. Durch den Umbau der Anlage sollen dann mehrere Tonnen Erdgas eingespart werden.

Rauchentwicklung bei der Verbrennung

Bisher gibt es keine Angaben zu der entsprechenden Rauchentwicklung bei der Verbrennung von diesen Kunststoffabfällen. In den Ohren eines Laien klingt dieses Projekt nicht umweltfreundlich, sondern lediglich wie eine panische Reaktion auf die Tatsache, dass auch Erdgas erschöpfbar ist. Doch ein zweites Standbein auf etwas aufzubauen, das ebenfalls erschöpfliche ist und schon in naher Zukunft weitaus mehr kosten wird, als es bisher kostet, scheint nicht sehr sinnvoll zu sein. Positiv kann allerdings bewertet werden, dass dadurch Kunststoffabfälle sinnvoll genutzt werden können. Doch wie temporär ist diese Technik? Die Frage ist auch, woher der ganze Abfall stammen soll und wie teuer er vielleicht einmal wird, da Kunststoff auch wieder eingeschmolzen werden kann.

Wege in eine grüne Zukunft

Es scheint also, dass sich jeder Konzern aus den unterschiedlichsten Bereichen selbst seine Gedanken macht, wie er zur Energiewende steht. Viele versuchen schon jetzt, Alternativen zu den bisherigen Strom- und Antriebskräften zu suchen. Das liegt natürlich einmal daran, dass die Konzerne bei den Verbrauchern „beliebt“ bleiben wollen, zum anderen müssen die Konzerne mit dem Trend Schritt halten und sehen mittlerweile durchgehend ein, dass eine regenerative Energie nötig ist, möchte man eine erneute Umweltkatastrophe vermeiden. Zudem kann Ökostrom auf Dauer kostengünstiger sein, als fossile Brennstoffe.

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