Folgen des Gesetzes zum Atomausstieg

Bald ist es sieben Monate her, dass die Bundesregierung als Folge der verheerenden Atomkatastrophe in Fukushima, Japan, ein neues Gesetz zum Atomausstieg verabschiedet und somit beschlossen hat, endgültig aus der Kernenergie auszutreten. Im Gesetzestext geht es unter anderem um strengere Maßstäbe bei der Genehmigung von Atomanlagen, sowie Veränderungen an diesen. Die neuen, strikteren Regelungen hatten schon im vergangenen Jahr zur Folge, dass verschiedene Atomkraftwerke ihre Tore schließen mussten, darunter Biblis, Neckarwestheim, Brunsbüttel und Krümmel. Der Betrieb eines Atomkraftwerks zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität und zur Aufbereitungen bestrahlter Kernbrennstoffe ist ebenfalls nicht mehr möglich. Im Zuge dieses Beschlusses, so geht es aus dem Gesetz hervor, werden auch in den kommenden zehn Jahren eine ganze Reihe an Atomkraftwerken abgeschaltet werden.

Doch wozu haben das Gesetz und der Kurswechsel in der Regierung in ihrem ersten halben Jahr wirklich geführt? Immerhin gab es nicht wenige Kritiker, die mit Inkrafttreten des Gesetzes immense Probleme am Horizont auftauchen sahen, wie beispielsweise steigende Energiekosten, Stromknappheit und drohende Blackouts.

Bisher zumindest haben Kritiker und Gegner des relativ raschen Atomausstiegs nur in einzelnen Punkten Recht behalten. Wer geglaubt hatte, Deutschland müsse nun mehr Strom importieren als zuvor, liegt zumindest falsch, denn dank wachsender Windparks exportieren wir, zumindest bei starkem Wind, noch immer sehr viel mehr Strom, als er importiert werden muss, wenn es auch keinen so starken Exportüberschuss wie in den Jahren davor gegeben hat. Was allerdings  in Zukunft möglich wäre, ist eine steigende Kompensation des Ausfalls der Atomkraftwerke mit Atomstrom aus Frankreich. Der westliche Nachbar der Bundesrepublik liefert derzeit den größten Anteil an Zusatzimporten.

Kosten erneuerbare Energien

Die Kostenfrage fällt dann jedoch nicht ganz so rosig aus, denn der Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Kosten auf mehr als 14 Milliarden Euro ansteigen lassen. Hinzu kommt der Ausbau der Stromnetze. Windparks, die es vor allem in Norddeutschland vielerorts gibt, produzieren zwar an windreichen Tagen eine Menge an Energie, doch in diesen Fällen fehlen die nötigen Leitungen, die den Strom effektiv in den Rest des Landes transportieren können, wo er am meisten benötigt wird, da die Industriezweige, die große Mengen an Energie verbrauchen, hauptsächlich im Süden und Süd-Westen angesiedelt sind.

Im Großen und Ganzen muss man jedoch sehen, dass der Atomausstieg Deutschlands auf lange Sicht ein Schritt in die richtige Richtung gewesen ist, der dazu führt, dass kommende Generationen nicht mehr mit dem heute produzierten Atommüll leben müssen.

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