Grüner Höhenflug hält weiter an – in Bremen platzieren sich die Grünen klar vor der CDU

Bereits 2010 hatten die Grünen in Folge der damals beschlossenen, umstrittenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den Streit um Stuttgart 21 so hohe Umfrageergebnisse wie nie zuvor. Nach der Katastrophe bei dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima setzten die Grünen dann zu einem wahren Höhenflug an. In Baden-Württemberg ist mit Winfried Kretschmann jetzt sogar der erste grüne Ministerpräsident im Amt.

Auch bei der Wahl in Bremen konnten die Grünen weiter Erfolge verbuchen. So schaffte die Partei einen kräftigen Zuwachs von 7 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl. Damit platzierten sich die Grünen sogar noch vor der CDU, die viele Wählerstimmen verlor. Insgesamt brachten es die Grünen auf etwa 23 Prozent. Stärkste Partei wurde die SPD mit rund 38 Prozent der Wählerstimmen. Der Fortsetzung des rot-grünen Regierungsbündnisses unter Jens Böhrnsen (SPD) steht damit nichts mehr im Weg. Die Grünen dürften angesichts des guten Wahlergebnisses allerding vermutlich wesentlich selbstbewusster in die Koalitionsverhandlungen gehen.

Die großen Verlierer der Wahl sind eindeutig CDU und FDP. Die CDU brachte es lediglich auf magere 20,3 Prozent, während die FDP mit 2,7 Prozent nicht in das Bremer Parlament einziehen konnte. Die CDU-Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann meinte zu dem enttäuschenden Ergebnis: „Wir haben gut gekämpft, aber das Wahlziel ist nicht erreicht. Es gab leider keine Wechselstimmung. Das ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Bei den Grünen machte sich unterdessen zunehmend Siegerstimmung breit. Mit gestärktem Selbstbewusstsein meinte die Bremer Grünen-Landesvorsitzende Karin Mathes: „Die Wahlprognose zeigt, dass wir die eine wie die andere Volkspartei schlagen können.“

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