Hamburg wird Deutschlands Top-Standort für Erneuerbare Energien

Die Energiewende wird rasch vorangetrieben, in ganz Deutschland. Doch eine Region sticht mit dem Erfolg der erneuerbaren Energien hervor und zwar die Metropolregion Hamburg. Wirtschaftssenator Frank Horch gab in der vergangenen Woche bekannt, dass die Forschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien deutlich ausgebaut werden sollen. Mehrere Technologiezentren sollen zu diesem Zweck in und um Hamburg entstehen.

Eine Studie hat erst kürzlich ergeben, dass sich die erneuerbaren Energien besonders im Norden der Bundesrepublik äußerst dynamisch entwickeln. Besonders in der Branche der Windenergie gibt es in den norddeutschen Bundesländern noch ein hohes Potential, was Ausbau und Förderung betrifft. Die Metropolregion Hamburg ist inzwischen zum europäischen Zentrum der Windenergiebranche geworden.  Entwicklungspotential bestehe in jedem Fall, dazu gehören auch der Ausbau der Forschungslandschaft und die Vermarktung der Ergebnisse.

Die Studie stellte fest, dass das bereinigte Beschäftigungswachstum in den Bereichen Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft in den letzten vier Jahren 56 Prozent betrug. 24 700 der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien, mit anderen Worten 7 Prozent der deutschen Beschäftigten dieser Branche, arbeiten in und um Hamburg. Die Tendenz wird dabei als steigend bewertet, denn das Gutachten prognostiziert eine Zunahme der Beschäftigten um 40 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre.

Dies ist jedoch noch nicht die Zahl, die am meisten beeindruckt. Denn wie eine Umfrage unter den 1466 Unternehmen im Raum Hamburg ergab, rechnet man bis 2015 mit einem bereinigten Umsatzwachstum von etwa 78 Prozent. Ebenso sollen Forschung und Qualifizierung in der Hansestadt eine große Rolle spielen. Fünf der Hochschulen Hamburgs, die Hochschule für Angewandte Wissenschaft, die Helmut-Schmidt Universität, die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg-Harburg und die Hafencity Universität planen die Gründung eines Forschungsverbunds für Erneuerbare Energien. Hinzu kommt die geplante Errichtung mehrerer Innovationsparks, für die der Senat Flächen bereitstellen will. Hierfür forderte Wirtschaftssenator Horch jedoch zusätzliche Unterstützung aus Berlin. Stabile politische Rahmenbedingungen seien für Hamburgs Pläne dringend erforderlich.

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