Helgoland für die Energiewende

Im Zuge der Energiewende ist der Ausbau der erneuerbaren Energien einer der wichtigsten Punkte. Gerade Offshore Windparks sollen einen großen Teil der deutschen Energieversorgung bestreiten, wenn die Atomkraftwerke auf deutschem Boden erst einmal alle abgeschaltet werden. Es lastet eine große Verantwortung auf den Erneuerbaren allgemein, denn noch sind sie nicht dazu in der Lage, die Versorgung eines ganzen Landes zu übernehmen. In etwas mehr als zehn Jahren wird ihnen allerdings gar nichts anderes mehr übrig bleiben.

Der Bau von Offshore Windparks ist in diesem Fall besonders heikel, denn der Anschluss an die Festlandstromnetze verzögert sich und viele Betreiber haben Angst davor, dass die Risiken auf hoher See zu groß werden. Nun soll eine fast vergessene Insel in der Nordsee zu dem Standort werden, von dem aus eine Vielzahl der Nordsee Windparks kontrolliert werden können. Die Rede ist von Helgoland. In den vergangenen Jahrzehnten hat das einst beliebte Urlaubsziel seinen guten Ruf verloren. Kaum jemand möchte noch nach Helgoland reisen und selbst die Zahl der Einwohner ist beachtlich geschrumpft, nämlich von 2000 auf mittlerweile rund 1300.

Wenn die Touristenbranche nicht mehr boomt, so muss eben etwas anderes her. In diesem Fall soll Helgoland zu einem Industriestandort werden. Mehr als 200 Windräder sollen in einem Umkreis von 40 Kilometern um die Insel entstehen und ab 2015 etwa eine Million Haushalte mit Strom versorgen können. Helgoland würde dann als Standort dienen, um die Anlagen zu steuern und zu warten. So würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Man hätte eine größere Sicherheit bei der Kontrolle der Anlagen, da Helgoland sehr viel näher an ihnen dran liegt als das Festland und auch die Insel selbst würde vor einem sicheren wirtschaftlichen Untergang bewahrt werden.

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